4 Gedanken zu „Bibelgeschichten

  1. „Und er wandelte auf dem Blut seiner Feinde dank der Kraft der Gerechtigkeit.“

    Im Übrigen scheint mir das eine absolut angemessene Reaktion zu sein. Im Grunde ist es ja nur ein Schuss vorn Bug (etwas zu weit nach hinten gezielt). Ich hab allerdings so meine Zweifel, ob du „Der Alte Mann und das Meer“ richtig verstanden hast. Vielleicht solltest du noch mal diese Zusammenfassung lesen.

    • Nachdem ich diese Zusammenfassung gelesen habe, muss ich wohl sagen, dass meine Fassung tatsächlich evtl. etwas … unbezogen sein könnte. Ich habe mich halt nach meiner Erinnerung gerichtet und diese hat jenes hervorgebracht, möglichweise dadurch bedingt, dass ich mit selbigem Titel titulierte Novelle niemals gelesen oder mich damit befasst habe. Da kann einem die Erinnerung schonmal Streicher spielen und das ist relativ ermüdend, wenn die nur ruhige Musik zu intonieren gewogen sind; Und in einem solchen Moment beginnt man sich dann schon zu fragen: Sein oder nicht sein? und wenn dann aber das Angelzeug im Halteverbot steht … Du siehst, der Kreis schließt sich.

      • Ich bedanke mich für diese informative Erklärung.

  2. Ein starkes Werk der Literatur, eine scharfsinnige Neuinterpretation des gewohnten Stoffes.

    Wenn ich je jemanden kennengelernt habe, der es mehr verdient hätte, für seine Werke, die hellhöriges Erzählen und unbestechliches Beobachten vereinen, und uns zwingen, die Gegenwart verdrängter Geschichte zu sehen, geehrt zu werden, so sicher dieser Autor. Für ein schriftstellerisches Werk, das die zerbrechliche Erfahrung des Einzelnen gegenüber der barbarischen Willkür der Geschichte behauptet, muss Respekt in literarischen Kreisen gezeigt werden, auch wenn Reich- Ranicki sagen mag, der Autor, der in zahlreichen Verkleidungen die überrumpelnde Teilhabe des Außenseitertums darstellt, sei etwas zu sehr Außenseiter für diese Auszeichnung, denke ich für den musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen, ist sie absolut angemessen. Derjenige, der in seinen Dramen den Abgrund unter dem alltäglichen Geschwätz freilegt und in den geschlossenen Raum der Unterdrückung einbricht, der auf der Suche nach der melancholischen Seele seiner Heimatstadt Paderborn neue Sinnbilder für Zusammenstoß und Verflechtung der Kulturen gefunden hat, verdient, dass ihr, der Epikerin weiblicher Erfahrung, die sich mit Skepsis, Leidenschaft und visionärer Kraft eine zersplitterte Zivilisation zur Prüfung vorgenommen hat, diese Ehre zuteil wird. Dem Verfasser des Aufbruchs, des poetischen Abenteuers und der sinnlichen Ekstase, dem Erforscher einer Menschlichkeit außerhalb und unterhalb der herrschenden Zivilisation, möchte ich diese Auszeichnung zusprechen. Den wem anders als derjenigen die mit Werken, die mittels Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit zeichnet, könnte diese Ehre zuteil werden? Ja, für seine Kartographie der Machtstrukturen und scharfkantigen Bilder individuellen Widerstands, des Aufruhrs und der Niederlage hat er diese Ehre verdient, insbesondere, weil er uns in komprimierten, erhellenden Bildern neue Wege zum Wirklichen weist. Ich finde, der Autor sollte mit dem Fenstertitel ausgezeichnet werden.

    Falls der Eindruck entstehen sollte, es seien Textbausteine verwendet worden, protestiere ich auf’s Schärfste. Beschwerden werden unter http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nobelpreistr%C3%A4ger_f%C3%BCr_Literatur#2001.E2.80.932010 entgegengenommen.

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