Widerstände

Ein Märchen

Sie stürzten ab, froh dass es niemanden gab, der sie rettete, denn sie bedurften keiner Rettung, nur der Schwerelosigkeit im Fall und des Lebens im Aufschlag.

—Aus einem Notizbuch

Eines Abends …

Null Uhr. Zeit ins Bett zu gehen, wenn ich morgen ausgeschlafen sein möchte. Schon in diesem Moment weiß ich nicht mehr, was ich die letzten Stunden getan habe. Irgendetwas im Internet. Vermutlich. Was ich eigentlich hätte tun sollen drängt mit Macht zurück in mein Bewusstsein, die Sedierung endet. Verlorene Zeit, so viel verlorene Zeit. Schwindel überkommt mich, meine Kehle schnürt sich zu. Jetzt noch mit der Arbeit anzufangen, wäre vergebens, viel zu spät. Morgen muss ich fit sein. Fit und ausgeschlafen. Um einen weiteren Tag zu Grabe zu tragen. Prokrastination ist anstrengend.

Prokrastination. Was ist das? Zuallererst einmal ein Aufschieben, das Drücken vor einer unliebsamen Aufgabe. Man prokrastiniert, wenn man etwas macht aber eigentlich etwas ganz anderes machen sollte. Wenn man beispielsweise die Wohnung putzt, statt sich endlich an die Hausarbeit zu setzen. Natürlich, die Wohnung sieht aus wie Sau, das dreckige Geschirr stapelt sich in der Spüle, die Wollmäuse huschen bei jedem Luftzug über den Boden, aber dennoch. Man hast diesen Zustand über die letzten Wochen ausgehalten, mit nur den nötigsten Putzarbeiten dann und wann, warum also gerade jetzt die Grundreinigung? Weil es keine andere Aufgabe mehr zu erledigen gibt als diese Hausarbeit zu schreiben. Oder für diese Klausur zu lernen. Oder Ordnung in das absolute Chaos zu bringen, dass in der Wohnung herrscht. Prokrastination ist in gewisser Weise eine Metahandlung, eine Handlung zweiter Ordnung. Wenn ich aufräume kann das Prokrastination sein, muss es aber nicht. Das hängt davon ab, ob durch das Aufräumen eigentlich nur eine dringendere und unliebsamere Aufgabe aufgeschoben wird.

Aber warum der Begriff Prokrastination, wenn doch auch aufschieben oder sich vor etwas drücken scheinbar das gleiche Phänomen beschreiben? Diese beiden Alternativen decken sich nicht mit der Prokrastination. Drückt man sich vor etwas, dann hofft man, dass es vorüberzieht. Man kauert so lange in seinem Versteck, bis die Gefahr gebannt ist. Man entgeht und kommt davon. Das Prokrastinieren ist aber nur ein Aufschub. Man drückt sich in diesem einen Moment, aber auf lange Sicht gibt es kein Entkommen. Vergleicht man hingegen die Prokrastination mit dem Aufschieben, dann fehlt bei letzterem die negative Konnotation, die vom Aufschiebenden selbst ausgeht. Den Aufschub erduldet man. Man ist gezwungen etwas aufzuschieben, da sich etwas anderes aufdrängt. Die Hausarbeit schiebt man auf, weil sich spontan Besuch für den Abend angekündigt hat und deshalb die Wohnung geputzt werden muss. Die Prokrastination aber ist eine Mischung aus sich drücken und aufschieben. Man entgeht für den Moment der unliebsamen Aufgabe durch eine Ablenkung, letztendlich muss man sich ihr aber doch stellen.

Der Grund für die Prokrastination liegt im Widerstand, den man gegenüber der anstehenden Aufgabe spürt. Dieser Widerstand begründet sich in der Regel in einer Angst, Unsicherheit oder Überforderung. Prokrastiniert man, fühlt man sich schlecht. Man mag sich für einen Moment über die saubere Wohnung freuen, doch im nächsten Moment kommt die Einsicht, dass man eben nicht an der Hausarbeit geschrieben hat. Das gute Gefühl, dass durch die prokrastinierende Handlung ausgelöst wird, wird sofort wieder durch das Schuldbewusstsein sich vor etwas Wichtigerem gedrückt zu haben ausgelöscht. Doch das elende Gefühl, das die Prokrastination verursacht reicht nicht aus, um den Widerstand zu überwinden, der sie überhaupt erst auslöst.

Der Widerstand richtet sich gegen die aufgeschobene Aufgabe, gegen das Zwingende. Das Zwingende drängt sich auf, erscheint unheilvoll am Horizont, drängt zum Handeln. Es übt Gewalt, lässt all jene leiden, die sich ihm widersetzen, lässt sie leiden in Versagensängsten, in Gefühlen der Hilflosigkeit und des Scheiterns, im schlechten Gewissen. Die Gründe der Prokrastination, Angst, Unsicherheit, Überforderung, sind die Folterinstrumente des Zwingenden. Durch den Widerstand schadet man in erster Linie sich selbst. Die Ergebnisse, die man am Ende produziert, sind häufig suboptimal, man scheint den Ansprüchen, die an einen gestellt werden, nicht gerecht zu werden. Die Prokrastination, obwohl sie sich im Privaten abspielt, ist immer auch gesellschaftlich. Sie rückt einen in die gesellschaftliche Position des Versagenden, des hakenden Rädchens im System.

Eine der obersten Doktrinen der gegenwärtigen Gesellschaft ist die der Selbstoptimierung. Die Position, die man im Leben einnimmt, sei, so ist die allgemeine Auffassung, in erster Linie selbstbestimmt. Das Individuum hat sich als eigenverantwortliches Subjekt erkannt und handelt entsprechend; die Geschichte des eigenen Glückes Schmied. Die durch diese Emanzipation aufgelösten Gewissheiten sind durch ein Streben zum Besseren ersetzt worden. Wurde die Position im Leben, sowohl geographisch wie auch gesellschaftlich, von der Position der Eltern geprägt, so fällt diese Gewissheit heute weg. Man muss sein Leben nicht im Kuhdorf der Kindheit fristen und nur weil die Eltern im Handwerk tätig waren, kann man dennoch eine akademische Laufbahn anstreben. Stattdessen sucht man den besseren Job, die bessere Stadt. Was besser ist, ist nebulös und natürlich wieder von der Gesellschaft geprägt und die verlangt direkt wieder eine Rechenschaft über die Entscheidung. Saarbrücken? Warum nicht Frankfurt, Köln, Hamburg oder — Engelschöre — Berlin? Aus der gewonnenen Freiheit der Selbstbestimmung ist der gesellschaftliche Anspruch, diese optimal zu nutzen, erwachsen.

Das Streben nach dem Besserem ist ein Heilsversprechen, das Orientierung bietet zwischen scheinbar unendlichen Möglichkeiten, aber nicht erst am Ende mit dem Glück winkt. Nach der christlichen Lehre, musste man sein ganzes Leben erdulden, nach strengen Regeln leben, damit nach dem Tod Einlass ins Paradies gewährt wurde. Wohl demjenigen, den schon im unschuldigen Kindesalter das Zeitliche gesegnet hat. Heute ist das Paradies schon zu Lebzeiten erreichbar, doch die Strenge der Regeln, die über den Einlass wachen, ist nach wie vor hart. Man muss durch den eigenen trainierten Körper die Follower auf Instagram beeindrucken, man muss die eigene, genau regulierte Ernährung genießen können, man muss auf Facebook eine Freundeszahl im vierstelligen Bereich aufweisen können, man muss eine kleine Zahl von echten Freunden haben, um den Rest
ignorieren zu können, man muss sich losgesagt haben, von den Ketten der sozialen Netzwerke, man muss den eigenen Job lieben, man muss sich eine Auszeit nehmen können, man muss im Urlaub Orte ohne all die bescheuerten Touristen besuchen und diese ganz spezielle Erfahrung machen, man muss die perfekte Work-Life-Balance finden; das Leben muss einfach geil sein. In jeder Minute. Aber ohne Anstrengung, sondern einfach gechillt. Es zeigt sich schon, dass die Erfüllung dieser Ansprüche mit der Darstellung dieser Erfüllung einhergeht. In den sozialen Netzwerken präsentiert jeder sein eigenes perfektes Leben. Man versichert sich selbst, indem man sich durch andere betrachten lässt und nach deren Bestätigung verlangt. Kommunikation mit Interesse an einem Austausch ist nicht mehr vorhanden. Es ist ein Zurückziehen auf sich selbst, durch das die Mitmenschen zu Bestätigern und Vergleichsobjekten degradiert werden. Eine Fassade wird aufgebaut, die auch der Verdrängung dient, der Verdrängung von Tod und Verfall, von den eigenen Unzulänglichkeiten. Das Heilsversprechen umfasst, nicht eines Tages dement im Altersheim vor sich hinzusiechen, sondern auch mit Neunzig noch zu bouldern. Das sich das alles auch kapitalistisch wunderbar ausbeuten lässt liegt auf der
Hand. Produktive Arbeiter, die ihr Leben lang gesund und fröhlich ihren Job antreten und das verdiente Geld in ihre aufwendige Persönlichkeit investieren, bedeuten niedrige Kosten und hohe Profite. Die Selbstdarstellung entsolidarisiert die Arbeiter untereinander, lässt sie gegeneinander ausspielen und lässt sie größere Opfer vollbringen. Das Scheitern im Job bedeutet das persönliche Scheitern, einen intolerablen Makel im Selbstbild, den es um jeden Preis zu vermeiden gilt.

Pokrastiniert man, dann trägt man diesen Makel bereits in sich. Das Zwingende transportiert all die gesellschaftlichen Anforderungen und widersetzt man sich ihm, widersetzt man sich auch der Gesellschaft, die es hervorgebracht hat. Prokrastiniert man, so ist dies keine geile und auch keine produktive Zeit (produktive Prokrastination ist ein Irrglauben). Sie ist verschwendet und man fühlt sich elend, währenddessen und danach. Man sammelt keine aufregenden Erfahrungen, man arbeitet nicht an sich selbst, man leistet nicht mal aktiv Widerstand, sondern wird von einem Teil der eigenen Psyche dazu gezwungen, den man nicht kontrollieren kann. Das Leiden ist auch nicht das eines Märtyrers, dem das Paradies winkt, denn die Prokrastination verwehrt gerade den Einlass in eben jenes. Sie überwältigt und konfrontiert mit der eigenen Unzulänglichkeit, mit Verfall und Tod. Die Prokrastination lässt die Selbstoptimierung scheitern und entbindet damit von deren Joch. Sie reißt ein Loch in die Fassade der Selbstdarstellung, durch die eine Kommunikation wieder möglich wird, im gegenseitigen Austauschen des Leids. Sie lässt uns unserer überdrüssig werden und wieder nach außen richten. Ich klage auf Facebook mein Leid. Alle Welt soll wissen, welche Qualen icherdulde, wie ich in der Prokrastination versinke. Es dauert nicht lange, dann kommen die Likes, die Beileidsbekundungen. Unzählige Prokrastinationsgeschichten werden gepostet und aber keine, das merke ich schnell, ist so deprimierend wie meine. Mit gutem Gefühl lege ich mich schlafen.

Keine Weihnachtsgeschichte

Fröhliche Weihnachten, dir, Pöbel des Internets!

Und ein kleiner, besinnlicher Text, ganz ohne Bezug zu den Feiertagen.

 

Der Ballon

Morgenfrühe und bittere Kälte herrschten am Bahnsteig, denen sich nur eine handvoll Leute aussetzten. Da kam, aus dem Augenwinkel heraus, ein schwarzer Ballon herangehüpft. Er sprang im Gleisbett zwischen den Steinen hin und her, zielstrebig, mal höher, mal weniger hoch, immer den, sich in der Ferne verlaufenden, Schienen folgend. In der Mitte des Blickfelds angelangt, hielt er inne, gönnte sich eine Pause und rollte nur dann und wann träge ein paar Steine weiter. Er hatte schon einiges seiner einstigen Fülle eingebüßt. Seine Oberfläche war matt und an manchen Stellen schrumpelig. Wie lange dauerte es, bis einem Ballon die Luft ausging? Ein schwacher Wind kam auf, verschärfte die Kälte. Der Ballon nahm hüpfend wieder seinen Weg auf, dem Ende des Bahnsteigs entgegen. Als der Zug kam, war von ihm längst nichts mehr zu sehen.

Die Ballade der Esoterischen Poeten

Wh i t  e   S  P     A       C   Space E




W o

ho h l

ke i ne 
idee außer konventionellem
t          o
           n
e SPACE    v

     Zwischen       Räume
    Zwischen

B          t
           i
B          o

Rau      m n
n           s
e            b
              r
Ge             u
                c
                 h    danken

Pau

SO EINE GEQUIRLTE 
KACKSCHEISSE SO EIN
UNSINNIGER SCHWACHSINN

Se

Gedachter Dank.         E 
in be twe   ee
 eee 
ein ei     ne    ee ine  e  nee nee  en. 

A           blank          space.                In 

ter

twin   P

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Wor          T

ds              E

te                N
ding to be  creative

                     T

Me                    I   an       

der                    O

             towards    U          ing


free                create  S   
FUCKING BULLSHIT
              I       

  vit           a           wh       y

F A K E D E E P

Frag

me                n

Tier

te   


G e h
FORM UND ABGREDROSCHENE PHRASEN
d a n k m e m e
SIND LEICHTER ALS INHALT UND ECHTE POESIE
e n

FICK DIE FAKER LIEB DIE HATER
Wenn man kein echtes Thema hat wird man halt meta.
Und wenn dass dann noch zu dumm ist versteckt man
halt den halben Post. 
Tolle Leistung. Haben wir alle sehr drüber gelacht.
Und nun is Feierabend hier.

d                e

2017, Seife, etc.

Dir, Pöbel des Internets!

Hier, aha, oho, ein neuer Artikel auf diesem fabulösen Blog, der doch so gern vor sich hin schlummert. Da es sogar der erste diesen Jahres ist, bleibt es wohl an mir noch ein frohes Neues zu wünschen, auch wenn es längst nicht mehr so neu ist. Ob es nun ein frohes sei, mag jeder selbst entscheiden.
Auch im neuen Jahr wird der Eulenzombie natürlich auf literarisch niedrigstem höchstem Niveau operieren: Er bleibt ein Qualitätsmedium. Und nun beginnt es sogleich mit Seife.

Das Vergehen der Seife

Das Wasser floss lautlos in den Abfluss. Sie war dünn wie Papier. Das nächste Mal würde sie sich ganz auflösen, die schwarze Seife. Es war als wäre ihrem einst runden Körper mit der Zeit die schaumige Luft entwichen, gleich einem Ballon, und nun war sie ganz platt.
Warum fielen ihm immer solche seltsame Sätze ein, wenn er ganz alltägliche Dinge beobachtete? Machten andere dies auch? Vor kurzem hatte er gelesen, dass das laute Selbstgespräch keinesfalls ein Anzeichen für einen sich anbahnenden Wahnsinn sei, sondern, eher im Gegenteil, bei der Konzentration, dem Umgang mit Stress und dem emotionalen Haushalt allgemein helfe. Dies hatte ihm Hoffnung gegeben, vielleicht doch ganz normal zu sein, und nicht besonders oder verrückt oder besonders verrückt, weil er, natürlich nur wenn niemand anderes dabei war, gerne vor sich hin sprach, oder eher brabbelte, und dann auch über seine eigenen Aussprüche sich belustigte und dann amüsiert sich vorstellte, wie er von Fremden dabei beobachtet würde, und diese würden ihn für verrückt halten, obwohl er ja sein eigenes verrücktes Tun erkannte und darüber selbst lachte, was aber noch wahnsinniger wirken musste, und dann wurde er still und ernst und blickte sich verstohlen um, ob nicht doch jemand da sei und ihn beobachtete, aber da war natürlich niemand und dann lachte er über seine eigene Verschrobenheit.
Wenn nun das Selbstgespräch aber sogar gesund sei, in einem gewissen Sinne, dann gab es gar keinen Grund es zum Ausdruck von Wahnsinn zu erklären. Vielmehr hatte man nun einen logischen Grund, konnte sagen: Ich spreche und lache mit mir selbst, weil ich mich so besser konzentrieren und mit all dem Stress umgehen kann. Und dann war das Selbstgespräch vielleicht gar nicht so geächtet, wie er dies immer geglaubt hatte, wenn schon ein Artikel dazu auf der Homepage einer großen, deutschen Tageszeitung erschien und das Selbstgespräch verteidigte. Vielleicht sprachen alle Menschen mit sich im Geheimen und rümpften nur die Nase darüber, um ihr Gesicht zu wahren; oder rümpften überhaupt nicht ihre Nase und hatten nur den Eindruck alle außer ihnen würden die Nase rümpfen, weil sie es erwarteten. Vielleicht war dies auch nur bei ihm der Fall und eigentlich hätte er sein ganzes Leben frei und laut vor sich hinbrabbeln können und niemand hätte jemals die Nase gerümpft. Und vielleicht dachten auch alle solche komischen Sätze bei dem Anblick von etwas ganz alltäglichem und versanken daraufhin in Grübeleien über sich und die anderen und Selbstgespräche. Aber wahrscheinlich war dies nur bei ihm so. Immerhin hatte er darüber noch keinen Artikel auf der Homepage einer großen, deutschen Tageszeitung gelesen, obwohl es dort im Allgemeinen ziemlich viel zu lesen gab.
Möglicherweise lag es daran, dass er sein Leben als Erzählung sehen wollte, in der spannende Dinge passierten, die den Leser und Protagonisten überraschten. Eben kein gewöhnliches Leben führen, sondern eines, in dem sich hinter allen Einzelheiten ein philosophischer Gedanke, ein symbolischer Gehalt verbarg, auch oder gerade in den alltäglichen Dingen. Und so fantasierte er ganze Abhandlungen in das Vergehen der Seife, aber traute sich noch nicht einmal in der Öffentlichkeit mit sich selbst zu reden, solch eine kauzige Eigenart anzunehmen und sich so einen einprägsamen, für den Leser interessanten Charakterzug zu geben. Doch er war so still, wie das seifige Wasser nun im Abfluss versank.

Dieser Trick Funktioniert Wirklich! Existenzangst Für Immer Besiegt!

Dies aber sagte die Prophetin, als sie nach Tagen der Meditation von dem Berge herunter stieg:

Es wird die Zeit kommen, da ein großes Ereignis geschieht, und ihr werdet daran denken, wie ich es weissagte. Euer Leben aber, es wird sich ändern von diesem Tag an dem ihr erkennt, was es auf sich hat mit dem großen Gefühl, das in euch allen wohnt.

Und so einsam ihr euch jetzt fühlt, wenn ihr doch ganz ehrlich zu euch seid, denn niemand kennt euch doch wirklich, und alles was ihr vor euresgleichen verbergt und mit niemandem teilt, und all die Zweifel, die an euch bisweilen nagen, und all die Angst vor dem Unbekannten und die Angst vor dem Tod, sie werden dahin schmelzen und es wird Sommer sein.

Doch eines muss noch geschehen, auf dass diese Prophezeiung war werden kann, nur eines müsst ihr tun, um diese Worte wahr zu machen, und diese eine ist:

Da aber wurde sie von einem Anhänger des militanten Zweigs der Philosophenlobby erschossen.

Repetition

Dir, Pöbel des Internets!

Zur Erbauung, so es denn taugt. Sonst nimm es leichten Herzens und lache. Stille Wasser mögen tief sein, doch trockene Brunnen führen kein Wasser. Aber sind sie deshalb weniger tief? Die Antwort wartet in folgendem Gedicht.

Es ist Zeit

Es ist Zeit!
Wann hat die Angst gesiegt über offene Türen hin zu leuchtender Dunkelheit?

Schwer ist der Geist der
Schwer isst der Geist der
Schwer ist der Geist der
Schwer isst der Geist der
  [beginne wieder von vorn]
              Oder von hinten!

Wie wäre das?
      Nicht etwas das du magst
      Als du so da lagst
      Und noch immer nicht wagst
      Und noch immer dich fragst
Weil du nicht:
      Magst
Und nicht:
      Wagst
Sondern nur:
      Lagst
Und:
  Fragst Fragst Fragst Fragst Fragst Fragst
  Fragst Fragst Fragst Fragst Fragst Fragst
  Fragst Fragst Fragst Fragst Fragst Fragst
  Fragst Fragst Fragst Fragst Fragst Fragst Nagst

Jedes Wort drehen und winden
Hineinzusteigen und nicht mehr!
 Herauszufinden
Was du eigentlich wolltest

Aber wer weiß das schon?
  [dieses gedicht ganz sicher
              nicht]

Was haben wir gelernt?

Wiederholung: Wiederholung
  [zu einfach, mehr elan bitte]

Wiederholung: Alles was bisher geschah
  [nicht zielstrebig genug]

Widderholung: Substantiv, feminin; Verballhornung des Wortes „Rehkapitulation“, frei erfunden; beschreibt die traditionelle Jagd nach einem Hol (Paarhufer) bei eingeborenen Alpenstämmen; dient dem Beweis der Männlichkeit und der Festigung des Patriarchats
  [nur leidlich besser; egal]

Freundlicher Schlusssatz:
Das nächste Mal wird es besser
  [vorne wieder am beginn]

Weihnachtsgeschichte, verfluchtester Beil: DAS PREQUEL.

Es ergab sich aber nun der Streit, dass ein Verbot von der leiser-blau-Couscous aus hing, dass aller Held verpetzt würde. Und Riese Betzung war der zuvorderste und bewahrte zum Leid, da Qurinius Quirrel, der zweifellos Voldemorts Syrienfeldzug stark behindert hatte. Und jedes Lamm hing, dass es sich schröpfen ließe, ein jedes an meiner Statt. Da dachte sich Bauch, los jetzt, auf Eritrea, aus dem Matt, aus-dem-Bett, in das lyrische Sand nur Satt damit, Frieda beißt jedes Gem, wein es aus der Klause und nicht schlechte Ovids, ha, damit es sich schwätzen ließe mit Sharia, einem verbauten Leibe; die war Schwager.
Und falls die fort fahren, gram das Kleid, maß Brie belehren rollte. Und Brie versah Iren besten Lohn und frickelte Wien in Schindeln und regte ihn in reiner Strippe; wenn die Ratten sonst kleinen Baum in dem Heer bergen.
Bunt es fahren Hirschen in der Elbe Gegend auf dem Gelde Blei gen Hühnen, sie brüteten zwecks Flachs ihre Pferde. Und der „Morgen Angle, morgen Angle, morgen Angle, morgen Angle“ der SCHEREN brat zu dienen, rund die Wahrheit der BEEREN leuchtete rum wie; Sunt sie flüchteten nicht mehr. Und der Stengel brach zu riemen: Fürchtet keuch Gicht! Fliehe, dich vekündige euch bloße Säure, die Salem Kalk niederladen klirrt; Renn, euch misst Leute fähr-Eiland verloren, Kelch er ist Fiskus, der Bär, in der Satt damit. Und Bass labt Rum reichen: Vier werdet schinden Fass Lindt in Rindern verwickelt bunt in seiner Schippe wiegen. Und falls bald da Klei Lehm Stängel die Länge der schimmligen Teer-Schaben, die robbten flott und lachen: Meere sei Tot in der Höhle und Siede lauf Pferden, Brei zehn Menschen meines hohlen lallens.

Ia, Ia, CTHULHU fthagn, Ph’nglui mglw’nafh CTHULHU R’lyeh wgah’nagl fhtagn.

Tekeli-li, Tekeli-li, Tekeli-li, Tekeli-li, Tekeli-li, Tekeli-li, Tekeli-li.

Consistency? Certainly! Creativity? Canned.

„Alas, another alliteration article?!“, briefly bewildered blog-readers bellow. Consistency, childlike chants cry, consistency can cure creative content-draughts. Diligent dilettantes discuss: Entropy envelopes even English eulenzombie elegies. Foolishly, fanatic followers favour false fragments, forsaking finished finery. Generally, gullible great-swords grant giant-strength. However, hapless heroes have hitherto hindered help. I insist in intermissions in incorrect intervals, interrupting interesting inspired internet-texts. Jesus, jungle j-words jape jokingly. Knitting knots know kneecaps. Lovely linguists lately laugh, litter lines lesser letters‘ lines. My meagre metaphors mix mockingly, moving meticulously made meta messages. Nevertheless, no needless numbers nudge nefariously, narcissistic negativity notably nails none. Obviously, owlzombies organized ongoing overtures, overseeing orthographical organization. Probably painful personal proofs persist, pandering personality. Quantifiable quality queers query: Rights, respect, representation. Shut shit-talking shitheads swiftly, savour singing self-confident swans. Trade total tomfoolery towards transparent, transcendent truth. Ugliness unsettles us, unreflected? Very valuable vistas verify visionaries visions. Wish well-being with wanderers, while we wonder whether we work well.  Xenophobe xenozoologists? Yggdrasil, you yearn yearly yarn-covered yeast-products, yet you yell: Zealots, zestful zealotry, zany zombie-lovers!

Einfache Einsätze, Einfältig Eingefädelt

Das Internet zerstört dein Leben.
Wer das sagt, lebt auch Glutenfrei.
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.
Früher war alles besser.
Die Leute denken einfach nicht nach.
Das interessiert doch niemanden.
Das sind halt so Naturgesetze.

Die Jugend von Heute hat keinen Respekt mehr.
All Cops Are Gay.
Diese verweichlichte Feminismuskultur macht meinen Sohn noch zur Schwuchtel.
Die Linksextremen sind doch genau so schlimm.
Deutschland geht vor die Hunde.
Die Presse lügt.
Son‘ kleinen Hitler bräuchten wir mal wieder.
Es war ja auch nicht alles schlecht.

PS: Dies ist kein Konsistenzartikel, nur ein Gedicht zum Sonntag (Bluttrinker Edition). Es gibt keine Konsistenzartikel mehr, es hat auch noch nie welche gegeben. Konsistenz ist eine Illusion. Zeit ist eine Illusion. Artikel sind eine Illusion. Alles ist eine Illusion. Wach endlich auf! Das Internet zerstört dein Leben!

Drakonische Doggen diktieren dilettantischen Dada

Dir Pöbel des Internets!

Dir Ihr Hier Wir. Wie?
Pöbel Pödel Döpel Dödel. Rödel?
Des Wes Hess Res Less. Gess?
Internets Hinterwets Linderdeds Rinderdecks Rinder… Rinder… Rinder?
Aufwärmübung.

Exposition
Malhalgalla Wa Alla Ja Ja Leli-lalla
Wullu Ne Wa Da Geb Wa La
Gallballa Le Didado Wo Hel Gal Ba
Mollu De Ga Lono
Mollu Malla Malla
Mollwoll La Bock
Bock Kukukuku Lulu Malhalla
Kukukakakekekikikoko Wullu Wullu

Fisch
Sinn sInn siNn sinN
SInn SiNn SinN
sINn sInN
siNN
SINn SInN SiNN sINN
SINN
höchstwahrscheinlich irgendwie sinn
sinn nonsinn nonsense ninsons nine sons
gesellschafftskritisch
neun gesellschaftskritische söhne sind höchstwahrscheinlich
höchstwahrscheinlich höchst horchst
horchst du?
wahr schein, wahrer schein, schein wahren
neun höchstwahrscheinliche söhne wahren schein
welchen?

Conclusio
RG&dOdV-BR:
Tuffn