Einfache Einsätze, Einfältig Eingefädelt

Das Internet zerstört dein Leben.
Wer das sagt, lebt auch Glutenfrei.
Das wird man ja wohl noch sagen dürfen.
Früher war alles besser.
Die Leute denken einfach nicht nach.
Das interessiert doch niemanden.
Das sind halt so Naturgesetze.

Die Jugend von Heute hat keinen Respekt mehr.
All Cops Are Gay.
Diese verweichlichte Feminismuskultur macht meinen Sohn noch zur Schwuchtel.
Die Linksextremen sind doch genau so schlimm.
Deutschland geht vor die Hunde.
Die Presse lügt.
Son‘ kleinen Hitler bräuchten wir mal wieder.
Es war ja auch nicht alles schlecht.

PS: Dies ist kein Konsistenzartikel, nur ein Gedicht zum Sonntag (Bluttrinker Edition). Es gibt keine Konsistenzartikel mehr, es hat auch noch nie welche gegeben. Konsistenz ist eine Illusion. Zeit ist eine Illusion. Artikel sind eine Illusion. Alles ist eine Illusion. Wach endlich auf! Das Internet zerstört dein Leben!

Neue Facebook Gruppe gegründet: Kinderschändung für Kinderschänder

Internet – Auf Facebook wurde heute eine neue Gruppe gegründet, die fordert, zukünftige Kinderschänder schon als Kind präventiv zu bestrafen. Binnen weniger Stunden fand diese Gruppe tausende Unterstützer, unter anderem respektable Politiker wie Holger Apfel, Udo Pastörs, Karl Richter, Frank Schwerdt, aber auch internationale Größen wie Barack  Obama und dessen Gegner John McCaine. EULENZOMBIE sprach mit dem Gründer der Gruppe, der aufgrund von Befürchtungen von Anschlägen aus dem „Kommunistisch-Liberalistisch-Linksextremistischen Milieu“ anonym bleiben will. Hier das Exklusivinterview:

Eulenzombie: Hallo, Anonym.
Anonym: Hallo, Eulenzombie. Ich möchte mich zunächst für dieses Interview und eure stets seriöse und nicht dem Linksdruck unterliegende Berichterstattung bedanken.
E.: Danke, das ist aber nicht nötig. Wir wissen, wie unsere zahlreichen Leser über dieses Qualitätsblatt denken. Aber erzähl uns doch bitte von dem Konzept von „Kinderschändung für Kinderschänder“. Was genau fordert ihr eigentlich?
A.: Nun ja, mir, und ich darf annehmen, auch den anderen Mitläufern, Verzeihung, Mitgliedern meiner Gruppe ist aufgefallen, dass all diese Forderungen, die man oft auf Facebook liest, im Freundeskreis oder in den Medien hört und sieht, nicht tief genug greifen. Zwar scheinen Folter und Todesstrafe angemessen zu sein für solche Untermenschen wie Kinderschänder und auch gegen die Nutzung als Crash-Test-Dummies spricht auf den ersten Blick nichts, doch auf den zweiten Blick merkt man doch, das hier das Problem nicht an der Wurzel gepackt wird. Unser Ansatz ist also eher präventiv angelegt.
E.: Also diejenigen, die eindeutig als Kinderschänder verdächtigt werden, gleich an die Wand stellen, um so ihre Taten zu verhindern?
A.: Nein, wir denken, auch das ginge nicht weit genug. Schließlich ist Mord wohl kaum so schlimm wie Kinderschändung. Die Strafe wäre also nicht gerecht. Daher unsere Forderung, die Kinderschänder sollten schon als Kinder vergewaltigt werden, um ihnen zu zeigen, was sie ihren Opfern antun.
E.: Wie aber erkennt man den Kinderschänder schon als Kind?
A.: Nun, solche Abscheulichkeiten liegen natürlich im Blut. So können wir zum Beispiel Frauen bereits ausschließen. Eine Abstammung vom Kinderschänder ist natürlich ein eindeutiger Beweis. Aber wir werden auch einen Blick auf die Abstammung werfen, schließlich sind nicht alle Kulturen im Umgang mit Verbrechern so fortgeschritten wie wir. Zudem befürworten wir Folter als legitime Methode, um in unklaren Fällen Kinderschänder zu erkennen und damit unschuldige Kinder vor einem schrecklichen Schicksal zu bewahren. Bedenken sie einfach: Es könnte morgen ihr Kind treffen! Diese ganze Wischiwaschi-Justiz von heute, wo der Kinderschänder am Ende noch frei gesprochen oder gar für unzurechnungsfähig erklärt wird, kann solche Taten einfach nicht effektiv verhindern.
E.: Wo genau liegt nun aber der Vorteil ihrer Methode gegenüber simplen und effektiven Methoden wie Erhängen, Köpfen, elektrischem Stuhl oder der Giftspritze?
A.: Nun, der Vorteil ist offensichtlich: Jemand, der bereits als Kind eine solch lehrreiche Erfahrung gemacht hat, wird sicherlich nicht zum Kinderschänder werden. Wir treiben diesen Wesen also ihre Perversion aus und formen sie zu nützlichen Volksdeutschen um, so dass die Sicherheit aller Kinder garantiert ist. So gehen uns keine potenziellen Arbeitskräfte verloren.
E.: Wer sollte denn ihrer Meinung nach diese Präventivbestrafung durchführen? Und würde der nicht selbst zum Kinderschänder?
A.: Über diese Fragen haben wir uns natürlich auch schon Gedanken gemacht. Ich möchte zunächst die zweite beantworten: Nein. Es handelt sich hier schließlich um eine legitime Maßnahme zur Verhinderung weiteren Leids. Oder würden sie z.B. einen Soldaten als Mörder bezeichnen, wie es so oft in Kommunistisch-Liberalistisch-Humanistisch-Freimaurerisch-Zionistischen Hippie-Kreisen geschieht?
E.: Nein, natürlich nicht. Bei uns herrscht noch Zucht und Ordnung in der Redaktion.
A.: Selbstverständlich, das war auch eine rhetorische Frage, sonst würde ich ja gar nicht mit ihnen sprechen. Aber nun zu der ersten Frage, wer diese Bestrafung durchführen soll: Wir. Es gibt natürlich niemanden, der geeigneter wäre, als die Initiatoren dieser Idee, um sie durchzuführen. Der Dienst am Vaterland macht stehts Freude, auch wenn es sich um eine derart unangenehme Tätigkeit handelt, unser liebes Deutschland ist uns Motivation genug. Darum würden wir uns selbstlos zur Verfügung stellen.
E.: Das erscheint sinnvoll. Nun, dann scheinen wohl alle Fragen geklärt. Wir als objektive Berichterstatter müssen uns natürlich erst einmal eine Meinung bilden, bevor wir alle Fakten genau gegeneinander abwägen können, aber ich darf wohl so viel verraten: Mich persönlich haben sie überzeugt und jeder der dagegen ist, muss wohl selber Kinderschänder sein. Vielen Dank für dieses Interview.
A.: Ich danke ihnen.

 

DISCLAIMER: Facebook, rechtes Gedankengut und Politiker sind Eigentümer ihres rechtmäßigen Eigentums. Und andersherum, oder so. Der Rechtschreibfehler in „stets“ (siehe steht’s) ist Absicht, alle anderen nicht.