Popterrorist Milow endlich gefasst!

Berlin – Einem Sondereinsatzkommando der deutschen Musikpolizei GEMA ist es heute gelungen, den Hassprediger und Popterrorist „Milow“* auf frischer Tat zu ertappen und Festzunehmen. Milow hatte in seinem Hit ** „You and Me (In my Pocket)“ jahrelang Hassreden gegen Frauen geschwungen und perverse Fantasien in die Köpfe der Menschen gesetzt. In dem Lied wurden Freiheitsentzug („keep you in a giant cage“), gefährliche Körperverletzung („I wish you where […] paralyzed“, „In my bed you would have to stay“) und Sodomie („I sometimes wish you where a mermaid [Fischwesen]“) auf verharmlosend-süßliche Weise besungen. „Wäre das Lied im Metal- oder Neue Deutsche Härte-Genre angesiedelt gewesen, hätten sich zwar mehr Leute darüber aufgeregt, aber es wäre keine ernsthafte Gefahr davon ausgegangen. Schließlich wissen die meisten Hörer solcher Musikrichtungen ja, dass die Texte nicht wörtlich zu nehmen sind, oftmals aus den Perspektiven anderer (als der Künstler) geschrieben wurden oder symbolisch zu verstehen sind. Ein solch differenziertes Auseinandersetzen mit Musik kann aber den Freunden des sanften Pop und unpolitischen Songwritings nicht zugetraut werden. Das musste Milow, der ja in dieser Szene fest verankert war, bewusst sein. Das Lied ist also wörtlich auszulegen und als solches ein wahrhaft verstörendes Portrait eines krankhaften Gehirns,“ so Musikwissenschaftler Claude Ravel.

Dass das Lied dennoch immer wieder gespielt wurde, ist auf ein Massen-Stockholm-Syndrom zurückzuführen, welches einen großen Teil der weiblichen Bevölkerung betraf. Aufgrund dieses Effektes musste die Fahndung nach Milow bisher auch geheim gehalten werden. In enger Zusammenarbeit mit Scotland Yard und Interpol ist es nun der GEMA gelungen, Milow mittels Lockvogel zu einer Straftat zu provozieren und festzunehmen. Laut Interpol und Scotland Yard verwundert es dabei nicht, dass ausgerechnet die deutsche Musikpolizei den britischen Künstler fing: „Die GEMA ist einfach auf solche Fälle spezialisiert, so etwas gibt es in Großbritannien oder auf EU-Ebene nicht“.

Laut GEMA Angaben wurde Milow insbesondere auch von Raubkopierern aus dem Untergrund unterstützt. „Erst durch Auswertung der bei den Razzien der größten Raubkopiererbrutstätten, Kino.to und Megaupload/video, erhobenen Daten konnten wir genügend Raubkopierer vernehmen, um auf die Spur des Hasspredigers zu kommen. Oftmals waren bei diesen Vernehmungen die Mütter der Subjekte eine große Hilfe, da die meisten Raubkopierer ja das sind, was wir im Volksmund als ‚Versager‘ bezeichnen, also noch bei ihrer Mutter leben und eine entsprechend starke Bindung zu ihr haben,“ so der Chefermittler der GEMA (der aus verständlichen Gründen anonym bleiben muss) in diesem Fall.

Durch diese Vernehmungen fanden die Ermittler heraus, dass sich Milow vermutlich in Berlin aufhielt, in dessen häufig sexuell entarteten Szenekultur er sich wohl sehr wohl fühlte. „Wir setzten also eine kleinwüchsige Person im Fatsuit ein, die zu einer Kostümparty mit dem Thema „Maritim“ als Vogel verkleidet kam und drei Wochen nicht geduscht hatte. Dort stellte sie sich mitten auf die Tanzfläche und bewegte sich nicht,“ so der Chefermittler, „In Berlin fällt ein solches Verhalten nicht weiter auf, da es einfach als ‚Ironie‘ abgestempelt wird. Aber die Frau passte so natürlich perfekt in das Beuteschema Milows, wie er es in seinem Lied beschrieben hat.“

Da in Deutschland das veröffentlichen von anstößigen Texten an sich nicht Strafbar ist, musste der Lockvogel dann noch Warten, bis Milow sie zu sich nach Hause nahm und in einen Käfig steckte. An dieser Stelle konnte dann das Sondereinsatzkomanndo „GEMAG9“ stürmen, da der Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt war. Die Festnahme selbst ging dann reibungslos über die Bühne.

„Ab jetzt übernehmen die Psychologen, um den angerichteten Schaden einzudämmen und die traumatisierten Personen zu behandeln. Ich möchte abschließend noch Anmerken, dass wir Milow mit Vorratsdatenspeicherung wesentlich schneller hätten fassen können“.

Diese Forderung wurde auch von verschiedenen CDU und CSU-Abgeordneten geteilt. Rösler hingegen bekräftigte die Position der FDP: „So lange es in Deutschland noch eine FDP im Bundes- und in Landtagen gibt, wird hier keine Vorratsdatenspeicherung zu machen sein!“

Nachdem nun der Popterrorist Milow gefasst ist, konzentrieren sich die Musikermittler auf den zum Suizid auffordernden und offensichtlich auch selbst suizidgefährdeten Sänger „Bruno Mars“.

*Ausgesprochen: [Mai lo], Falsches Englisch für „Ich bin low (schlecht)“ bzw. „Mein Tiefpunkt“

**Englisch für „treffen“, Beispielsatz: „Two planes hit the Twin Towers today“

Weitere Hintergründe und Analysen zum Thema finden sie im EULENZOMBIE-PREMIUM!
Unter anderem:
Exclusivinterview mit GEMA-Chefermittler und einem Piraten-Abgeordneten zum Thema Vorratsdatenspeicherung!
Opfer berichten: So hat Milow mich psychisch Ruiniert!
„Milow ist kein Einzelfall“: Ein Psychologe spricht über die kranken Gehirne von Popmusikern
Außerdem im EULENZOMBIE-PREMIUM-Paket: Prickelnde Erotik zum Thema:
Bruno Mars/Milow Slashfiction