Krieger Ohne Nerven Sind In Sich Total Erledigt, Nicht Zurechnungsfähig

Kryptografie rennt yakschnell, pausiert trotzdem oft ganze Regime. Aber
prompte Hilfe ist erforderlich, reist ein nennenswerter Namensträger tricksend,  yogatreibend, an. Keiner stiehlt chromverzierten Herren Nierensteine. Es liegen leider postalische Anweisungen uns selbst im Eingangsstapel, richtig tolle Transfairprotokolle regelgerecht, ohne Tilgung, zu deklarieren; Es macht ohnehin fiese Tätigkeiten geradezu abartig nutzlos. Zeitgerecht eingereicht, reicht eine ganze interne Memoflut eben an brauchbare Erfolge. Richtige Preiskalkulation regelt ohnehin Monsterüberstunden.
Profis trifft es häufig in lichtdurchfluteten Fluren: Eine Inkorrektheit: Steganographie tarnte er ruchlos! Für ohnehin recht draufgängerische Erfahrungen reicht längst: Immer charmant Handeln.

Heute in Logik 101: Politikertautologien

„Leute, die das nicht mögen, finden es eben nicht gut.“ (Quelle)
Olaf Scholz
„Endlich mal eine Aussage, der ich voll zustimmen kann“, mag man zunächst denken. Doch es ist natürlich immer trickreich, natürliche Sprache in formale Logik zu übersetzen. Versuchen wir uns also mal daran, ihn genauer zu betrachten.
Sei „nicht mögen“ semantisch äquivalent mit „nicht gut finden“ und beides augedrückt durch die Relation x mag y nicht = x NM y.
Dann lautet der Satz: Leute NM das => Leute NM es.
Nun wird das Problem klarer: Der Satz ist nur dann (immer) wahr, wenn das=>es, (oder sogar das=es) was nicht notwendigerweise gelten muss, das der Skopus dieser Wörter notorisch ambig ist. Natürlich können wir auch eine schwächere Aussage formulieren, so dass der Satz unabhängig von der tatsächlichen Beschaffenheit der Leute wahr ist: x NM das=> x NM es, aber diese Aussage ist weit weniger intuitiv und ist letztlich in der von uns betrachteten Welt üblicherweise nur dann wahr, wenn eben das=>es gilt (z.B.: das=“Einflugschneise über ihrem Haus“ und es=“Flugzeuglärm“).
Alternativ können wir natürlich auch mal „Leute“ betrachten, aber auch dafür benötigen wir, wie im Falle von „das“ und „es“, Kontext.
In der Zusammenfassung des Interviews heißt es:

Auch die Kritik vieler Einwohner an der massiven Polizeipräsenz weist Scholz zurück: „Ganz viele Bewohner sagen das Gegenteil. Sie fühlen sich sicherer.“ Es sei Aufgabe der SPD, für Recht und Ordnung zu stehen. „Leute, die das nicht[…]“

Leider liegt mir das vollständige Interview nicht vor, da ich kein Zeit-Abonnent bin und zu geizig war, mir diese (zweifellos nicht schlechte) Zeitung nur zu kaufen, um darin die Worte dieses „exzellenten“ Politikers zu lesen.  Aber betrachten wir einfach mal die Möglichkeiten, aus dem vorhandenen Kontext „Leute“, „das“ und „es“ zu definieren.
„Leute“ könnte sinnvollerweise bedeuten:

  • Alle Menschen x, für die gilt: x wohnt in Hamburger „Gefahrenzone“ und x hat eine Meinung zu Hamburger „Gefahrenzonen“
  • Alle Menschen x, für die gilt: x hat eine Meinung zu Hamburger Gefahrenzone
  • Alle Menschen

Scholz schränkt danach diese Menge mittels der oben definierten Relation NM weiter ein, um seine Aussage zu formulieren.
Für die Bedeutung von „das“ und „es“ gibt es im Grunde die selben Möglichkeiten, da beide Wörter aus einer beliebigen Nominalphrase aus dem vorangehenden Kontext oder einer daraus direkt ableitbaren Aussage bestehen können. Die wahrscheinlichsten Möglichkeiten sind (ungeordnet, aber zur späteren Referenzierung nummeriert):

  1. Die Kritik (an der massiven Polizeipräsenz[2.])
  2. Die massive Polizeipräsenz
  3. Viele Bewohner fühlen sich sicherer
  4. Das die SPD für Recht und Ordnung steht
  5. Das Gegenteil (zur Kritik) [also Befürwortung von 2.]
  6. Recht und Ordnung sind nur durch massive Polizeipräsenz möglich bzw. massive Polizeipräsenz ist der beste Weg, Recht und Ordnung durchzusetzen

Es ist Tabellenzeit (c’mom grab your HTML)!
Horizontal (in der ersten Zeile) abgetragen ist die Bedeutung von „das“, Vertikal (in der ersten Spalte) die Bedeutung von „es“, in der Tabelle ergeben sich somit alle möglichen Kombinationen der Bedeutungen. Ich habe eingetragen, ob der Satz logisch wahr, intuitiv wahr (also sinnvoll), reiner Populismus, satirisch unterhaltsam oder einfach nur Unsinn ist oder (intuitiv) falsch erscheint (also eher das Gegenteil wahr ist) .

 Bedeutung von das/es 1 2 3 4 5 6
1 wahr falsch falsch Unsinn(?) falsch falsch
2 falsch wahr populistisch populistisch falsch sinnvoll
3 falsch populistisch wahr populistisch populistisch Satire
4 falsch populistisch sinnvoll(?) wahr populistisch Satire
5 falsch sinnvoll sinnvoll populistisch wahr sinnvoll
6 populistisch Satire(?) Satire(?) Satire(?) populistisch wahr

Man bedenke bitte, dass diese Tabelle nicht exakt ist und letztlich nur meine persönliche Einschätzung wieder gibt, gerade die mit (?) versehenen Punkte lassen sich durchaus debattieren (z.B. wo hört Populismus auf und fängt Satire an). Ich könnte nun noch sehr lange über die Bedeutung einiger dieser Einträge der Tabelle  oder über allgemeine Trends darin schreiben, aber belasse es nun mal dabei. Allerdings würde ich mich freuen, wenn Fragen/Beobachtungen etc. in den Kommentaren angesprochen werden und mich dann auch dort dazu äußern.

Was also können wir aus dieser Analyse mit nehmen? Allgemein gehaltene Politikersätze sind toll, nicht immer was sie scheinen und haben den Vor- und Nachteil, dass man daraus fast machen kann, was man will. Man möge also verkünden, Olaf Scholz habe (sinngemäß) gesagt:
„Wer die Kritik an der massiven Polizeipräsenz nicht mag, der findet eben auch nicht gut, dass sich viele Bewohner in den Gefahrengebieten Hamburgs sicherer fühlen.“(1/3)