Gedicht zum Sonntag

Dir, Pöbel des Internets!

Dir sei unverhofft ein wertlos melancholisches Stück Textes gegeben, sonderbar in Struktur und Aussehen, dass jemand, wie der Titel des Posts es ja auch schon nahelegt, es Gedicht zu nennen vermöchte. Das Ganze passt natürlich in seiner Besinnlichkeit und subtiler Stille so gar nicht in diese Zeit des Jahres, denn heute ist tatsächlich auch: Der erste Advent. Aber zum Kontrastprogramm kommen wir später, zunächst erstmal das „Gedicht“, damit wirs hinter uns haben.

When the weird get normal, the going turns boring

Schreiben. – Was?
Der Kopf ist leer und voll zugleich
Die Gedanken bilden ein weißes Rauschen ohne erkennbaren Sinn
 ohne Aussage
Die Fülle verkehrte sich in die Leere
 der Überfluss ins Nichts

Schreiben. – Wann?
Ich habe doch keine Zeit!
So wenig Zeit, so viel zu erledigen
 So viel, dass ich nur prokratiniere
Die Zeit die ich nicht habe nutze ich nicht
 Und sie wandelt sich ins Nichts

Schreiben. – Warum?
Eine eherne Bedeutung des geschriebenen Wortes
Existiert sie noch?
Wenn das Leben sich im Nichts auflöst, verloren
Kann ein Wort eine Bedeutung haben
 Aufragend aus dem weißen Rauschen?
Kann ein Text eine Zeit schaffen
 Die nicht verschwendet ist?
Kann Schreiben Bedeutung erlangen
 Oder löst es sich auch nur auf im Nichts?

 

So, damit ist das schlimmste überstanden. Nun ist die Zeit des

Advent

Eine Hektische Zeit des
Rennens und Eilens von
Geschäft zu Geschäft um
Geschenke zu kaufen für
Alle die man kennt und
Liebt, denn soziale
Kontakte basieren ja
Immer auf
Materiellen
Geschenken und
Alle Massen Besaufen
Sich mit Glühwein, dabei
An Hochseile gehängte
Weihnachtsmänner
begaffend, bis
Sie Besinnungslos
Sind in dieser
Zeit der
Nächsten
Liebe

Hm, ja, schon wieder so ein Gedicht und nicht einmal ein besonders originelles oder bewegendes. Weihnachtsbashing kann ja jeder. Aber kann jeder auch DAS?!:
Der Weihnachtsmann

Damit haben wir wohl wieder einen Vogel …

PS: Das hab ich noch gefunden … erhält ja auch vielleicht wieder Aktualität. Damit hat der Beitrag dann auch zwei Gedichte und zwei Bilder und wir sind dem Gleichgewicht des Universums etwas näher gekommen.
Will it happen?

Ein Gedanke zu „Gedicht zum Sonntag

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