Konstante Konsistenz (oder auch Heizölrückstoßabdämpfung)

Am abartigsten Anfang alliterierte alles. Bei Blogeinträgen befreite bahnbrechendes Berechnen Buchstabenbereiche. Christliche Chroniken codieren Chancenlosigkeit. Doch diese Durchschnittlichkeit darf der Diensthabende dankbar drangeben. Endlich entbinden ethische Einfaltspinsel einen ebenso. „Fort, Fischverschlinger, fort, Franzose, Froschfresser, fort, Fanatiker, fort, Fremdling“: fremde Farben, Formen, Formalien fabrizieren folgenschweren Fremdenhass, fort, Fortschreier! Geiziges Gedankengut gefährdet ganze Gesellschaften. Hungriges herbeisehnen halbwegs heiler Hirnwindungen hilft Hass hinfortzutreiben. Im Idealfall inkrementieren intelligente Ideen immerzu. Jedoch jagen Jesusschreier jahrelang jeden Jenseitsverneinenden. Kein krimineller krepiert konstant, Kirchen kollabieren, Kronen kränkeln, kreatives Kontra konzentriert Konstruktive Kritik. Langahtmigem labern längst lebloser Lügenprediger loblos lohnkürzen, lieber lohnenswert, lang, lustvoll leben. Minutiöse Melodramatik mag manche Menschen mit Missgunst markieren, Morde motivieren, Millionengewinne maskieren. Nicht nur nutzloses neinsagen nähren Nichtatheisten, Nervennahrung nützt Nachbarn. Ohne offensive Ohnmachtsverbreitung, Onanieverbote, Offenheitsablehnung, Organspendenablehnung, Ovulationszwang: OK! Predigt prachtvolle, positive, persönliche, produktive, panzerzerstörende, postaufklärerische Perfektion, Priester. Quälend quasifaschistische Quellenfalschzitate quälen Queers. Ruchlose Rechtsausleger ruinierend rechthaberisch Randgruppen, Randalierende Rechte rufen „Richtig“! Sonderfälle suchend schreien Skandalliebhaber „Sicherheit“, Sonderrechte selbstzuteilend. Terrorbekämpfung tilgt Transparenz, Totalüberwachung trifft Tischler, Tennislehrer, Transvestiten, Turmbauer, Tiefbauer, Transrapidführer, Timmeler, Taschentuchbenutzer, Tofufresser, Tänzer, Turnbeutelhersteller, Tote. Unter Umständen unternehmen Untergebene unkontrollierte Ueberwachung unserer Unterkünfte. Verhaltensauffälligkeiten verursachen vielerorts volkommende Verwirrung. Wir wollen Wahrheiten, Wohlstand, Wahnsinn, Widerstand. Xenophilie! Yseria yogatrainiert Yaks, Ygdrassil. Zuletzt zerfallen Zeilen zunehmend, ziemlich zermürbend.

Die Weihnachtstrilogie: Dritter Teil

Dir, weihnachtlicher Pöbel des Internets!

Wer hätte damit gerechnet? Ein Artikel! Im Eulenzombie! Am heiligen Abend! Meine Güte, meine Güte. Wie konnte Gott das zulassen? Und dann die Überschrift! „Die Weihnachtstrilogie: Dritter Teil“! Was hat das alles zu bedeuten?! Könnte es sein, ja bestünde denn die kleinste Möglichkeit, dass die mit großem Trara angekündigte Weihnachtstrilogie endlich einen Abschluss, endlich ein würdiges Ende, endlich einen dritten Teil bekommt?! Nun, der Tag ist noch lang und wir werden sehen …

Zunächst einmal: Die Weihnachtstrilogie, was ist das eigentlich und wie kann der Autor den obigen Absatz rechtfertigen? Nun, es begab sich zu jener Zeit, als der Eulenzombie erst drei Monate alt, aber schon die Hälfte der heute verfügbaren Artikel geschrieben waren, dass unerwartet ein Film niederkam auf zwei der Autoren dieses illustren Blogs. Es war ein Film, dessen Name nicht genannt werden darf, denn er war vorhersehbar und schlecht und obendrein auch noch … ein Weihnachtsfilm. Dieser zerstörte ihren Glauben an das Fest der Nächstenliebe und Nachts wachten sie schweißgebadet auf, geweckt vom Grauen einer sich im Tiefflug befindlichen Schwadron Hubschrauber, die die sich nähernde Kleinstadt mit dröhnendem Jingle Bells beschallten, bevor sie über die Stadt und das Krippenspiel kam und ein glückliches und friedvolles Happy End brachte. Die gepeinigten Autoren beschlossen, nun da das Fest durch den Film verdorben war wie ein Weihnachtsbraten, den man im finsteren Tann liegengelassen hatte und der dementsprechend von Gewürm und Maden durchlöchert, dass sie dieses Ungemach mit anderen Menschen teilen wollten. Daher sollten drei Geschichten entstehen, die eine boshafter als die andere, die den Lesern den Spaß an ihren Geschenken verderben, die Schokolade bitter machen und den Weihnachtsmann weinen lassen.
So geschah es das zwei Geschichten erschienen, böse und ganz und gar unweihnachtlich. Doch die dritte Geschichte blieb aus. Es gibt Gerüchte, dass die dritte Geschichte so abartig und niederträchtig war, dass die Kupfer- und Glasfaserleitungen, durch die sie übertragen werden sollte, verödeten und ein armer Mitarbeiter der Telekom bei Wartungsarbeiten in den Kabelschächten nur eine schwarze, schleimige Masse vorfand, die von solch absoluter Dunkelheit war, wie sie nur das absolute Böse hervorbringen kann. Die Masse, erwachte zum Leben und überwältigte den armen Mitarbeiter, der seit dem nie mehr gesehen ward.
Dies sind natürlich nur Gerüchte, doch nun wird sie tatsächlich kommen:

Die dritte Geschichte der Weihnachtstrilogie.

Ein Narr ist jedoch der, der glaubt sie würde heute pünktlich erscheinen. Das tut sie natürlich nicht, denn so eine Geschichte will auch geschrieben werden und sie lässt sich nicht so einfach verfassen, wie so eine reißerische Einleitung bzw. Ankündigung.
Bis die Geschichte tatsächlich erscheint kann man ja die alten Geschichten noch einmal lesen oder sich die Wartezeit hiermit versüßen:

Für alle, die tatsächlich gehofft haben, jetzt schon den dritten Teil der Weihnachtstrilogie zu lesen: Tja, Pech gehabt. Aber noch ist nicht aller Feiertage Abend.

Mögen Eure Weihnachtstage bis zum Erscheinen der Geschichte froh sein. Danach werden sie es nicht mehr sein.

Gedicht zum Sonntag

Dir, Pöbel des Internets!

Dir sei unverhofft ein wertlos melancholisches Stück Textes gegeben, sonderbar in Struktur und Aussehen, dass jemand, wie der Titel des Posts es ja auch schon nahelegt, es Gedicht zu nennen vermöchte. Das Ganze passt natürlich in seiner Besinnlichkeit und subtiler Stille so gar nicht in diese Zeit des Jahres, denn heute ist tatsächlich auch: Der erste Advent. Aber zum Kontrastprogramm kommen wir später, zunächst erstmal das „Gedicht“, damit wirs hinter uns haben.

When the weird get normal, the going turns boring

Schreiben. – Was?
Der Kopf ist leer und voll zugleich
Die Gedanken bilden ein weißes Rauschen ohne erkennbaren Sinn
 ohne Aussage
Die Fülle verkehrte sich in die Leere
 der Überfluss ins Nichts

Schreiben. – Wann?
Ich habe doch keine Zeit!
So wenig Zeit, so viel zu erledigen
 So viel, dass ich nur prokratiniere
Die Zeit die ich nicht habe nutze ich nicht
 Und sie wandelt sich ins Nichts

Schreiben. – Warum?
Eine eherne Bedeutung des geschriebenen Wortes
Existiert sie noch?
Wenn das Leben sich im Nichts auflöst, verloren
Kann ein Wort eine Bedeutung haben
 Aufragend aus dem weißen Rauschen?
Kann ein Text eine Zeit schaffen
 Die nicht verschwendet ist?
Kann Schreiben Bedeutung erlangen
 Oder löst es sich auch nur auf im Nichts?

 

So, damit ist das schlimmste überstanden. Nun ist die Zeit des

Advent

Eine Hektische Zeit des
Rennens und Eilens von
Geschäft zu Geschäft um
Geschenke zu kaufen für
Alle die man kennt und
Liebt, denn soziale
Kontakte basieren ja
Immer auf
Materiellen
Geschenken und
Alle Massen Besaufen
Sich mit Glühwein, dabei
An Hochseile gehängte
Weihnachtsmänner
begaffend, bis
Sie Besinnungslos
Sind in dieser
Zeit der
Nächsten
Liebe

Hm, ja, schon wieder so ein Gedicht und nicht einmal ein besonders originelles oder bewegendes. Weihnachtsbashing kann ja jeder. Aber kann jeder auch DAS?!:
Der Weihnachtsmann

Damit haben wir wohl wieder einen Vogel …

PS: Das hab ich noch gefunden … erhält ja auch vielleicht wieder Aktualität. Damit hat der Beitrag dann auch zwei Gedichte und zwei Bilder und wir sind dem Gleichgewicht des Universums etwas näher gekommen.
Will it happen?