A Proof That Not Every Poem Which Contains „quantum foam“ In The First Verse Makes Sense

I am looking through the quantum foam of existence
into the void that lies behound.
It looks like minecraft sticky piston
Ruined with characters from earthbound.

The belly of the beast begs to differ
the accusations that you take
For it has installed a righteous sniffer
In all the donuts that you bake.

When burning flame reaches the threshold
of the potato that is you,
it will just yield before your stronghold
So that it sees the turtles rue.

Keine Hemden, keine Schuhe

Oh mein Gott! Oh, my god! OMG!!!!!111!1!!!!11!!!!!

Ein neuer Artikel! Waaahhhhhhh! Was ist da los? Wer konnte sowas ahnen? Was soll man davon halten?

So mag die Leserschaft denken über das Geschreibsel, wenn sie denn existiert. Der Text sollte eigentlich „Die erste Regel des … lautet“ heißen, aber Inhalt und Titel passten irgendwann (nach den ersten paar Sätzen) nicht mehr zusammen. Der Titel des Posts ist noch ein Überbleibsel dieser ursprünglichen Fassung, die es niemals ins Physische geschafft hat.
Dem ganzen ging übrigens der äußerst schöne Satz „Ivans Geist ist geschlossen“ voraus.

 

Wie Ivan auszog zu einer unglaublichen Suche und fündig wurde

Ivan saß mit einem Komilitonen am frühen Montagabend in der Mensa. Sie aßen Chicken Wings mit Ketchup und Pommes, während Ivan erzählte, dass er eine Jobzusage von SAP für den Herbst bekommen habe.
Es geht da um son Projekt, um die Leistung der Mitarbeiter und deren Stärken und Schwächen erfassen zu können. Damit die besser fürs Unternehmen arbeiten können.
Weiter erzählte er, welch raffinierten Zeitplan er bis zum Antritt der Stelle ausgearbeitet habe und welche Vorbereitungen dabei zu berücksichtigen gewesen seien. Sein Zuhörer hörte ihm höflich zu und machte passende Kommentare.
Am Nebentisch saß ein junger Student, der irgendwie abgerissen wirkte, mit leerem, abschweifendem Blick und überheblichem Lächeln. Ivan hatte ihn nicht beachtet, bis jener plötzlich neben ihm stand und auf Ivan herabblickend sagte: Das ist wirklich clever. Und funktioniert das gut für dich?
Ivan schaute verdutzt zu dem jungen Studenten hinauf: Wa…?
So überaus clever zu sein.
Ivans Blick schlug um in den Ausdruck von Verstehen und Unverständnis und blieb einige Momente auf dem Unbekannten haften, bis dieser endlich ging.
Was sollte das denn? fragte Ivans Komilitone, aber Ivan brauchte einen Augenblick bis er antworten konnte. Die eigenartige Konversation hatte Erinnerungen in Ivan wachgerufen, die lange Zeit jenseits seines Bewusstseins geschlafen hatten.
Keine Ahnung. Ist ja auch nicht wichtig.
Aber das Gespräch der beiden war zerstört. Ivan schaute sich kurz nach dem Fremden um, konnte ihn aber nicht mehr sehen und er und sein Gegenüber aßen eine Weile stillschweigend weiter.
Kommst du eigentlich auch am Donnerstag?
Ich würd gern, aber Freitag muss ich fit sein. Außerdem muss ich Donnerstagabend noch nen Paper durchgehen.
Warum musst du Freitag fit sein?
Vorlesung. Und ich wollt was mit meiner Freundin machen.
Am Freitag würden Ivan und seine Freundin fünf Jahre zusammen sein. Er war jetzt in seinem zwölften Semester. Das hieß, etwas über Regelstudienzeit, was darin begründet war, dass er zu Beginn des Studiums etwas getrödelt hatte und lieber Partys als Vorlesungen besucht hatte. Aber mittlerweile war er froh, dass er in dieser Hinsicht vernünftig geworden war und sein Leben einen geregelten Gang gefunden hatte. Er wusste nicht einmal, wann er das letzte Mal mit Kater an der Uni gewesen war. Die wilden Zeiten waren für ihn vorbei und seitdem hatte er auch viel besser für sein Studium arbeiten können. Alkohol trank er nur noch Freitag- oder Samstagabend, unter der Woche hatte er einen strikten Zeitplan, in den auch integriert war, wann er mit seiner Freundin schlief, und Zeit zum Lesen von Belletristik oder zum Gitarrespielen nahm er sich schon lange nicht mehr. Ivan war recht froh mit der Ordnung, die er aufgestellt hatte und bald würde er in die Arbeitswelt eintauchen, Geld verdienen, um sich ein geruhsames Leben leisten zu können. Zumindest hatte er sich das so in etwa vorgestellt.
Doch als er am Abend im Bett lag (Montags schlief er nicht mit seiner Freundin) musste er an die Szene aus der Mensa zurückdenken. Immer und immer wieder wiederholte sie sich in seinem Kopf und quälte ihn bis er in den frühen Morgenstunden endlich einschlief, um kurz darauf, wieder vom Klingeln des Weckers geweckt zu werden.

Im Verlauf der Woche bemerkten Ivans Freunde eine seltsame Veränderung an ihm. Er war wortkarg und äußerte sich nicht mehr über seine Zukunftspläne, obwohl er vorher kaum in diesem Thema zu zügeln gewesen war. Zuweilen waren seine Äußerungen sogar äußerst zynisch, auch wenn er diese jedes Mal zu bereuen schien. Er schien die ganze Zeit abwesend zu sein und Spuren von Schlafmangel zeichneten sein Gesicht. Als seine Freundin ihn fragte, was denn los sei, antwortetet er nur unwirsch: Nichts. Alles ok.
In Wahrheit war nichts okay und Ivan war über seine Entwicklung selbst so überrascht, wie seine Freunde. Er konnte es sich erklären, aber mit einem Mal widerte ihn sein Leben an, seine Ordnung, seine Eintönigkeit, seine völlige Leblosigkeit. All die Dinge, denen er sich die letzten Jahre mit Eifer gewidmet hatte, waren ihm nun uninteressant und, noch schlimmer, völlig belanglos. Um seiner Verwirrung die Krone aufzusetzen, musste er einsehen, dass er über seine Zukunft genau so dachte. All die Dinge, die ihm vorher clever und gut erschienen waren, waren ihm nun dumm und bedeutungslos.
Dieser plötzliche Einbruch in seinem Leben ließ Ivan Leiden, wie er schon lange nicht mehr gelitten hatte und irgendwann entwickelte er die Idee, dass ein kurzer Ausbruch aus seinem Leben alles wieder ins Lot rücken würde.

So erschien er am Donnerstagabend für seine Freunde unverhofft auf der öffentlichen Party der Psychologiefachschaft. Sein Erscheinen beruhigte in keinster Weise das Misstrauen, dass seine Freunde dem „neuen“ Ivan entgegenbrachten. Sie verstanden nicht, was in ihn gefahren war und als er ihnen den Vorschlag unterbreitete im Sommer, mitten im Semester, für ein Wochenende irgendwo hin zu fahren, ohne Ziel, da kam ihnen der Verdacht, dass Ivan vielleicht einen Rückfall in die Anfänge seiner Studienzeit hatte. Zumindest begegneten sie seinem Vorschlag mit Misstrauen und Zurückhaltung, denn niemand glaubte wirklich, dass diese Haltung Ivans lange anhalten würde, auch wenn sie sich schon wünschten mal wieder irgendwas spontanes zu unternehmen.
Aber, da werd ich wahrscheinlich keine Zeit haben. Man kennt das ja. Arbeit, Arbeit.
Niedergeschlagen von der verhaltenen Reaktion auf seinen Vorschlag, trank er so viel, wie schon lange nicht mehr, getrieben von einem irrationalen Wunsch nach Kontrollverlust. Sollten doch diese Langweiler versauern in ihren geregelten Leben.
Am nächsten Morgen wachte er unterkühlt in seinem Zimmer vor seiner Anlage auf. Er konnte sich nur noch Bruchstückhaft an die Nacht erinnern. Vor ihm lag ein Kuli und ein abgerissenes Blatt Papier auf dem stand: into the wild.
Er konnte sich nicht mehr erinnern, dass er das geschrieben hatte, aber vielleicht hatte er es gerade deshalb aufgeschrieben. Ebenfalls konnte er sich nicht daran erinnern, dass er gegen Ende der Party mit Mühe auf den Tresen geklettert war und gerufen hatte:
Ich werde jetzt eine Rede halten! Ihr seid alle ein Haufen Langweiler! Das ist das Ende! Ich werde euch verlassen!
Danach hatte sich die Security um ihn gekümmert und der Party verwiesen. Ivans Handy klingelte, seine Freundin rief an. Er fragte sich, wie spät es sei, konnte aber keine Uhr ausmachen. Eine halbe Stunde später stand er bei seiner Freundin auf der Matte, ungewaschen, mit Fahne und Restalkohol im Blut.
Was ist mit dir denn los?
Ich gehe weg.
Hä?
Weg von hier.
Wie? Ja. Im Herbst oder …
Nein, sofort.
Was??
Wenn ich hier bei dir bleibe … die Dingen können einfach nicht mehr so sein, wie bisher …
Wie meinst du das?
Ich bin ein freier Vogel …
Du hast doch nen Vogel!
Ja, vielleicht.
Und wohin willst du?
Keine Ahnung.
Scheint ja richtig durchdacht zu sein. Wie lange?
Keine Ahnung. Für immer?
Zu mir brauchst du nicht mehr zurück zu kommen!
Machs gut.
Ivan drehte sich um und ging.
Arschloch!
Es tat ihm Leid, aber er sah keinen anderen Weg. Am Abend packte er seine Sachen und überlegte sich, wohin er gehen sollte. Lange fiel ihm nichts ein, bis er an Dean dachte. Da ihm den ganzen Abend nichts besseres einfiel, machte er sich also am nächsten Morgen auf die Suche nach Dean, denn eigentlich wusste er nicht einmal wo der steckte. Er hatte schon Jahre nichts mehr von ihm gehört.

Einige Jahre später traf Ivan in einem Amsterdamer Coffeeshop auf einen Auftragskiller aus den USA, der ihm von Madame Bovary erzählte, dass er gerade las. Das half Ivan allerdings auch nichts mehr, denn kurz darauf wurde er von dem Auftragskiller angeschossen und verblutete elendig. So hatte er es sich immer gewünscht.