Studileaks: Neue Enthüllungen!

Verehrte Leser, es ist uns erneut gelungen, an wichtige Dokumente des Studentenwerks zu gelangen. Dieses Mal konnten wir eine Depesche, bestehend aus zwei Dokumenten, sogar direkt abfangen. Nach dem wir den ganzen Tag unter Hochdruck die Echtheit dieser brisanten Enthüllungen geprüft haben, können wir die Schriftstücke nun veröffentlichen.

Dokument 2:

Codename: Blitzkrieg
AZ: Rad-10-Flur

Ein weiterer Erfolg in der Ungezieferbekämpfung ist errungen worden! Nach einem Gestern gestellten Ultimatum, alle Fahrräder bis 11 Uhr aus dem „Fahrradkeller“ zu entfernen, konnten wir heute unter Mithilfe des IM 0042, Codename „Meister“, die Wohnheimbesetzer ihrer Mobilität berauben. Wie unsere hochrangigen Analysten bereits errechnet hatten, wurden das studentische Ungeziefer durch die Zeitangabe von 11 Uhr in Sicherheit gewiegt und gab seinem natürlichen Trieb zum Ausschlafen nach. Wir konnten unsere Aktion daher völlig ungestört bis ca. 9:30 abschließen. Zudem können wir aufgrund des bisher kaum erfolgten Protests schließen, dass unsere Verschleierungstaktik mit Hinweis auf ein Ominöses „Amt für Brand- und Zivilschutz“ ebenfalls Erfolg hatte.
Somit ist ein weiterer Ursprünglich die Plage nährender Bereich unter dem nach wie vor effektiven Vorwand des „Brandschutzes“ in einen abrissfertigen Zustand versetzt worden.

Dokument 3:

Codename: Kriegsnebel
AZ: Sof-11,5-Zwi

Die Verwirrung der Besetzer ausnutzend konnte heute unter dem Mantel der Aktion „Blitzkrieg“ das optionale Zusatzziel erreicht werden: Durch die Entfernung aller Sitzgelegenheiten im sog. „Suchtzentrum“ konnte das Ungeziefer eines weiteren sozialen Treffpunktes beraubt werden. Auch hier muss lobend die Hilfe von IM 0042 „Meister“ erwähnt werden. Seit langem schon waren die dort platzierten Möbel nicht nur Heimstatt eines DNA-Backups der Besetzer sondern zudem Treffpunkt für Guerillatruppen (siehe auch „Christbaumvorfall“) sowie wöchentliche Sammelstelle für Heimbar-Sympatisanten.
Wir sind zuversichtlich, durch diesen Erfolg einen weiteren Beitrag zur völligen Austrocknung aller Gemeinschaft unter den Besetzern geleistet zu haben, um somit die Resistenz selbiger weiter zu schwächen.

ANMERKUNG: AUFGRUND NEUESTER ERKENNTISSE SEHEN WIR UNS GEZWUNGEN, DIESE DOKUMENTE SOFORT OHNE WEITERE PRÜFUNG ZU VERÖFFENTLICHEN, DA DAS STUDENTENWERK OFFENBAR SCHON EHER ALS ERWARTET  ZUM TOTALEN KRIEG ÜBERGEHT.

Studileaks

Dir, Pöbel des Internets!

Wir sind stolz unter großen Aufopferungen und Wagnissen geheime Dokumente des Studentenwerks bezüglich der Toilettenpapieraffäre im Wohnheim D beschaffen haben zu können. Die Widrigkeit der Umstände und die Gefahren, denen wir uns ausgesetzt sahen, haben leider eine zeitnähere Veröffentlichung nicht zugelassen. Hier sollte besonders der ruhmreiche Einsatz von eulenfapsi und R. B. erwähnt werden, ohne den diese enthüllenden Wahrheiten wohl noch immer in den dunklen Aktenschränken des Studentenwerks ihrer Enthüllung harren würden. Nun aber lest und schockiert euch selbst!

Dokument 1:

Codename: Charmin
AZ: Kot-22-17-D

Betreffs der Wohnheimsfrage bzgl. D, hat unser V-Kontakt vom erfolgreichen Verlaufen des Projekts „Charmin“ berichtet. In der letzten Woche konnte er jeden Tag auf einem WC des 22er Flurs die Toilettenspülung verhindern. Yippie! Dies hat uns Anlass gegeben ein Toilettenpapierembargo gegen das Wohnheim D zu verhängen. Damit ist die erste Phase des 5-Jahres-Plans abgeschlossen.
Da mit Protesten seitens des studentischen Ungeziefers zu rechnen ist, liegt schon eine unsinnige Umfrage bereit. Diese ist in Kürze den Flurschaben (auch: Flurräte) per elektronischer Post zuzukommen zu lassen und dient zur Wahrung der Mitbestimmungsfantasien, hat in Wahrheit aber keinerlei Effekt.
Unser V-Mann im Wohnheim war, nach zweiwöchigem intensivem Training im Simulator, den Anforderungen der Aufgabe ohne Probleme gewachsen; Sowohl in psychischer als auch in physischer Hinsicht. Die Aktionschoreografie konnte in allen Fällen wie einstudiert ausgeführt werden. Nach reichlicher Speisezufuhr in der zentralen Nahrungsausgabe hatte sich genug organisches Material im Enddarm gesammelt und der V-Mann begab sich zum Einsatzort. Er fistete eine eigens präparierte Rolle 10-lagiges Toilettenpapier in den feuchten Schacht, um anschließend mit heruntergelassener Hose dem Werk die Krone aufzusetzen. Ohne weitere Spuren zu hinterlassen konnte er daraufhin den Einsatzort wieder verlassen.
Somit ist die Führungsriege des Studentenwerks erleichtert über den erfolgreichen Ablauf des Projekts „Charmin“.

Siebter Teil

Dir, Pöbel des Internets!

Und nun!

Die Fußgängerzone hinab

Die Fußgängerzone hinab. Bunte Plakate und laute Musik dringen aus den Geschäften hinaus in die berauschte Menge längst betäubter Passanten. Diese stapfen mit glasigem Blick, nehmen nur noch wahr, was bunt und laut genug ist, drängen aneinander vorbei, eine zähe Masse. Ein Kind schreit, seine Mutter hastet mit dem Kinderwagen über die grauen Steine; Von Geschäft zu Geschäft, kauft, kauft, kauft. Das Kind schreit. Es sitzt in seinem Kinderwagen, gekleidet in einen kleinen Anzug, das Gesicht glattrasiert. Es schreit „Mehr, mehr, mehr!“ Die Mutter hastet, rennt, springt. Sie wird überfahren. Das Kind reist weiter mit Ökostrom.

Und nun: Frage dich nicht, tanze lieber ein wenig!

Gott beschließt, Weihnachten nächstes Jahr abzusagen.

Himmel – Aufgrund der chaotischen Verhältnisse auf dem Eulenzombie über Weihnachten hat der HERR beschlossen, fortan den Geburtstag seines Sohnes Jesus Christus, des Retters und Erlösers der gesamten Menschheit, nicht mehr im großen Stil feiern zu lassen. Er habe dies auch mit Jesus persönlich gesprochen und sie seien sich einig geworden, von nun an nur noch im kleinen Kreise der wichtigsten Engel, Maria, Joseph, den Jüngern (abgesehen von Judas) und den wichtigsten beruflichen Kollegen von Jesus, Siddhartha Gautama, Mohammed, Ron Hubbard und dem Erlöser der Juden, der anonym bleiben wolle, zu feiern. Der heilige Geist sei zwar dagegen gewesen, da Weihnachten wenigstens noch die Kirchen voll seien, doch da Gott auch Erfinder der Demokratie ist, fällte das an dissoziativer Identitätsstörung leidende methaphysische Wesen die Entscheidung zu Gunsten der Mehrheit seiner Teilpersonifizierungen, Jesus und dem Schöpfer. Gott begründete den aus Sicht einiger Theologen längst überfälligen Schritt wörtlich wie folgt:

„Schon seit Jahren stört mich die zunehmende kommerzialisierung des Festes. Doch das nun auch noch der einzige Blog, der meiner würdig ist, an Weihnachten seine eigenen Deadlines nicht einhält, ja, sogar ein Teil der angekündigten Weihnachtstrilogie bis heute nicht erschienen ist, hat das Fass wirklich zum überlaufen gebracht. Und dann kamen nicht einmal über den Rest der Ferien neue Posts. Offensichtlich tuen die Weihnachtsfeierlichkeiten der Arbeitsmoral der Schreibsklaven nicht gut.“

Da diese Nachricht unserer Redaktion privat per Vision überliefert wurde, können wir sie leider nicht über die Reaktionen aus Kirchen und Wirtschaft informieren. Anfragen zu spontanen Stellungnahmen wurden bisher nicht kommentiert.