The Wall

The Wall ist ein Konzeptalbum der britischen Rockband Pink Floyd. Das Album wurde am 30. November 1979 in Großbritannien veröffentlicht. The Wall stellte nach den Vorgängeralben Wish You Were Here und Animals eine neue Ausrichtung der Musik der Band dar. Die Verkaufszahl beträgt 30 Millionen Stück. The Wall ist das weltweit meistverkaufte Doppelalbum.

So beschreibt es die deutsche Wikipedia hier. Doch welchen Einfluss dieses monumentale Werk auf die Literatur, Musik, Filmindustrie, Internetkultur, ja auf die Kultur im allgemeinen hatte, soll hier einmal kurz und Beispielhaft aufgezeigt werden. Ich habe daher einen kleinen Auszug der Werke, welche „The Wall“ schon im Titel tragen, zusammengestellt. Zur besseren Übersicht sind the Worte „The“ und „Wall“ in Majuskeln gehalten, der Rest des jeweiligen Titels folgt normaler Orthografie. Es wird auffallen, dass vor allem Werke aus dem englischen Sprachraum aufgeführt werden, das liegt aber daran, das deutsche Werke häufig die Worte „The Wall“ zu „Die Mauer“ bzw. „Der Wall“ übersetzten (Beispiel: „Draußen vor DER MAUER“, Wolfgang Borchert), wodurch die schöne direkte Referenzierung verloren geht. Aber es handelt sich hier, wie gesagt, ja nur um eine kleine Auswahl, der bzw. die geneigte und interessierte Leser bzw. Leserin werden sicherlich zahlreiche Beispiele in allen Sprachen finden oder vielleicht sogar schon kennen.

    • Rage against THE WALL – Zack de la Rocha, Tom Morello, Tim Commerford, Brad Wilk
      Eine Rockband, die sich musikalisch mit dem Kampf gegen die eigenen Mauern beschäftigt und aggressiven Rock gegen selbige stellt. Zugleich der Name ihres Debutalbums.
    • Occupy THE WALLstreet – Adbusters, Anonymous
      Eine Aktion wütender Bürger, in dem gegen die Häuserwand in der Wall Street in New York protestiert wird, die von allen New Yorkern im näheren Umkreis nur einem Prozent Wohnraum bietet, dafür aber 99% die Sicht auf den Rest der Stadt versperrt. Mittlerweile haben sich diese Proteste auch auf andere Städte, wo ähnliche Verhältnisse herrschen, ausgebreitet. Gerade Bankgebäude, die häufig sehr groß und protzig gehalten sind (und entsprechend viel Sicht versperren), werden dabei kritisiert.
    • THE perks of being a WALLflower – Stephen Chbosky
      Ein Roman über den Kampf eines Teenagers mit den typischen Wällen der Pubertät und wie man an eben diesen Mauern Blümchen züchtet. Chbosky beeindruckt in seiner Fähigkeit, aus einem durchaus lesenswerten Teenagerdrama vollständig in ein Gärtnereifachbuch überzugehen, ohne dass man als Leser bzw. Leserin diese Veränderung bemerkt. Erst wenn man das Buch nach dem letzten Kapitel „Vom Gartengenuss“ zuklappt und sich versucht, wieder an den Anfang zu erinnern, wird man diese Tatsache verblüfft und erfreut feststellen. Somit zeigt Chbosky mustergültig, wie man die Mauern zwischen zwei scheinbar unvereinbaren Themen völlig mühelos überwinden kann.
    • Where’s THE WALLy – Martin Handford 
      Ein Kinderbuch, in dem schon der Nachwuchs nach den Mauern suchen kann, die ihm später im Leben am Fortkommen hindern und kleinhalten werden. So werden die Kleinen auf ihr Leben als nützliche Mitglieder der Gesellschaft, die keine schädlichen Ambitionen zeigen und sich mit ihrer aussichtslosen Lage zufriedengeben, vorbereitet.
    • I left THE WALLet in El Segundo -A Tribe Called Quest
      Dieses Lied erzählt die Geschichte, wie Q-Tip (Ich weiß, dies ist keine Satireseite, aber der Typ nennt sich wirklich so) und seine Freunde auf einem Trip nach El Segundo ihre inneren Mauern zurücklassen. Befreit kehren sie so in die Welt der Städte, deren Namen man auch kennt (z.B. Sandford), zurück.
    • Commentarii THE Bello Wall Gallico et Civii – Gaius Julius Caesar
      Der große römische Diktator Julius Caesar schreibt in seinen Kommentaren zum Gallischen Krieg über den großen Schutzwall, der später gegen die Germanen errichtet werden wird, der Limes. Bis heute rätseln Wissenschaftler, warum der antike Lateiner im Titel englische Wörter benutzte, die so erstmals 950 A.D. (the) bzw. 1827 (Wall) auftauchten. Für jeden Pink Floyd Fan ist natürlich klar, das Caesar wohl eine Vorahnung gehabt haben muss.
    • ForresTHE Gump-WALL – u.a. Winston Groom, Robert Zemeckis
      Die berühmt gewordene Verfilmung Groom’s Buch mit Tom Hanks in der Hauptrolle erzählt die Geschichte des einfältigen Forresthe, der durch das amerikanische Zeitgeschehen und über die darin vorhandenden Mauern stolpert, dabei jedoch nie an Geschwindigkeit und Mut einbüßt, so dass schließlich alles in einem schmalzigen Hollywood-Ende resultiert.
    • THE WALL (Wikipedia Artikel[en]) – div. Autoren, z.T. anonym
      Der Ausführliche und als „gut“ ausgezeichnete Artikel der englischen Wikipedia zum Album „The Wall“ von Pink Floyd informiert einigermaßen umfassend über die Grundzüge des Albums und bietet viele Ansätze und Literaturquellen für den Enthusiasten bzw. die Enthusiastin, der bzw. die mehr über das Thema erfahren will. Es wird unter anderem auf Hintergrund, Geschichte, Produktion eingegangen und Chart-Platzierungen werden aufgelistet.
    • THE George WALL Bush – George W. Bush
      Amerikanischer Politiker, der sich insbesondere durch z.T. unbegründetes und überhastetes Bauen von Mauern unbeliebt machte, bei Republikanern aber dennoch nach wie vor hohes Ansehen genießt. Er war eine Zeit lang Präsident und wurde als inkonsequent beschimpft, da er nach der Zerstörung der Mauern des WTC anstatt neue zu bauen, wie es eigentlich seine Politik war, einfach alte zerstörte. Dabei setzte er überwiegen Panzer, Schlaubomben und Puff-Puff-Plastik ein. Das dabei manche Auas und Wehwehs bei der lokalen Bevölkerung entstanden, nehmen ihm viele Leute heute übel.
    • THE Simpsons‘ WALL – Matt Groening
      Ist eine amerikanische und die weltweit am längsten laufende Zeichentrickserie, hat bereits einen Film und vielseitigstes Franchise vorgebracht und zählt mittlerweile stolze 23 Staffeln. Es werden in meist humoristischer, teils satirischer, aber auch slapstickartiger Weise sowohl die vielseitigen Mauern innerhalb der amerikanischen Gesellschaft an sich als auch die ganz persönlichen der Charaktere gezeigt. Beispiele für den Slapstick-Ansatz sind die zahlreichen Gelegenheiten, bei denen Homer gegen Mauern läuft, fällt, schwingt oder sonstwie knallt, ein Beispiel für satirische Überspitzung stellt der Simpsons Film, in welchem eine gigantische, nach oben geschlossene Glasmauer (im Fachjargon auch als Kuppel bezeichnet) über die gesamte Stadt gestülpt wird, um die Umweltverschmutzung des Sees vom Rest des Landes fernzuhalten. Eine zuvor um den See gezogene Mauer hatte keinen Erfolg. Innere Mauern umgeben Homers Geist, Lisa grenzt sich oft von gleichaltrigen ab, da ihre überlegende Intelligenz wie eine Mauer zwischen ihnen steht, Bart verbirgt sich aufgrund von Vernachlässigung durch den Vater hinter einer Mauer von Streichen, Maggie umgibt sich mit einer Mauer des Schweigens und Marge ist in den Mauern des Hauses gefangen, hat sie doch nur ihren Haushalt und nichts „Eigenes“. Die Liste von Mauern und Wällen ließe sich schier endlos fortführen, begonnen bei der Teilung Springfields, bei denen statt Pink Floyd (die nach der Öffnung der Berliner Mauer auf eben dieser ihr Album „The Wall“ aufführten, von dem später hier noch die Rede sein wird) The Who bei der Maueröffnung live spielen, bis hin zu der sog. vierten Wand, die teils auch durchbrochen wird.
    • THE WALL (Album) – Pink Floyd, Roger Waters
      Eines der berühmtesten Pink Floyd Alben, es erzählt die Geschichte des Rockstars Pink, der im Laufe seines Lebens eine imaginäre Mauer um sein Innerstes errichtet und sich so von allem und gegenüber allen um ihn herum emotional abschirmt, bis er zum Ende seine Isolation nicht mehr erträgt und die Mauer eingerissen wird. Musikalisch wie textlich brilliant und zeitlos umgesetzt, inspirierte dieses wohl erste „Konzeptalbum“ der Welt eine ganze Reihe nachfolgender und vorrausgehender Werke.
    • THE WALLikipedia – Jimmy Wales, diverse Andere
      Eine Online-Enzyklopädie, bei der jede/r als Autor mitwirken kann. Seit Mai 2001 sind so 1.321.430 Artikel in deutscher Sprache entstanden. Erklärtes Ziel Wikipedias ist die vollständige Erschließung des Themas „The Wall“ und aller verwandten Phänomene, was bereits der Name andeutet. Zum Teil wird ihr aufgrund der Möglichkeit für Jedermann, Artikel zu editieren, ohne die Informationen vorher groß zu verifizieren, Faktenuntreue vorgeworfen. Insbesondere in wissenschaftlichen Arbeiten wie Blogs sollten daher stets die Informationen der Artikel verifiziert werden und dann auch nur die entsprechende Version des Artikels verlinkt werden, so dass durch spätere Änderungen entstandene Ungereimtheiten nicht zu Problemen führen. Damit errichtet Wikipedia oft Mauern der Fehlinformation, obwohl doch eigentlich die Wälle der Unwissenheit überwunden werden sollen.
    • THE WALL of Warcraft – Blizzard Entertainment
      Ist das weltweit bekannteste Internet-Mehrspieler-Rollenspiel. In einer riesigen Spielwelt mit diversen natürlichen Felswänden kämpfen die Spieler gegen Monster, die häufig aufgrund von Isolation hinter ihren inneren Mauern dem Wahnsinn verfallen sind. Aber auch auf Seiten der Mauern stehen die Spieler beizeiten, wenn es zum Beispiel darum geht, das dunkle Portal zu schließen, damit keine Dämonen mehr durch die Mauern zwischen den Welten gelangen können, oder wenn die Mauern von An‘ Qiraj wieder versiegelt werden müssen, um das Böse durch starke Wälle einzudämmen.
    • Harry Potter and THE WALL – Joanne K. Rowling
      Der achte Band der Harry-Potter Romanreihe handelt von den schweren psychologischen Folgen des nie professionell aufgearbeiteten Voldemort-Dramas. Aufgrund der katastrophalen Rückständigkeit der Zauberergesellschaft wurden die Ereignisse, die in Band eins bis sieben beschrieben wurden, nie psychologisch aufgearbeitet. Nachdem er sich überhastet in die Ehe zu Ginny geflüchtet hatte, baute Harry mit der Zeit immer stärker eine innere Mauer auf, um die Verdrängten Traumata, die aus den Toden so vieler Verwandte und Freunden, der eigenen Nahtoterfahrung und der generell untragbaren ständigen Lebensgefahr zwingend folgen mussten, weiter wegzuschließen. Was in der Bahnhofsszene des siebten Bandes nach Happy End aussah, war in Wirklichkeit nur dieser Verdrängung geschuldet. Nach einem lebensgefährlichen Auroreneinsatz mit Todesfolge eines Kollegen brechen nun diese Wälle. Dadurch wird nicht nur Harrys Leben, sondern auch seine Ehe stark belastet. Rowling entspinnt in diesem Roman ein tiefgründiges Familiendrama und zeigt, dass sie auch jenseits des Kinder- und Jugendbuches noch nach neuen Einnahmequellen sucht, da sie selbst nach einer Milliarde den Hals noch nicht voll hat.
    • THE WALL (Eulenzombie-Post) – Bluttrinker
      Ein Blogpost, welcher nach einer kurzen Einleitung die Namen verschiedenartiger Filme, Bücher, Personen, Bands, Internetseiten und Blogposts mit den Worten „THE WALL[sic]“ versieht (Beispiel: „Rage Against THE WALL“ statt „Rage Against the Machine“ oder „THE WALL (Eulenzombie-Post)“. Nach den so verballhornten Namen werden die (tatsächlichen) Verfasser, sofern existent, genannt und zur Wikipedia verlinkt. Es folgt ein kurzer Absatz, der das tatsächliche Thema irgendwie mit Mauern oder Wällen verknüpft, wobei teilweise nur Zusammenhänge aus sachlich richtigen Information gewoben werden, teilweise aber auch alles frei erfunden ist. Dieses einfache, zu Beginn vielleicht noch amüsante Konzept wird dann derart exzessiv weiter ausgeschlachtet, dass anstatt der anfänglichen Wortspiele irgendwann einfach nur noch die Worte „The Wall“ irgendwie und ohne Zusammenhang eingefügt werden, bis der eigentliche Artikel in seiner Schlusspointe, der „Reduktio ad Hitlerum“ endet. Letztere wird aber bereits im Artikel durch einen Artikel über den Artikel vorweggenommen, so das auch hier kein wirklicher Überraschungseffekt, wie er für einen gelungenen Witz meist notwendig ist, eintreten kann. Nach dem Hauptartikel folgt, als „Anmerkungen“ bezeichnet, ein Wust von zusammenhangslosen Metainformationen, welche letztendlich die Grenze zum Geschwafel überschreiten, woraufhin der Text apbrupt abbricht. Der Artikel will also vermutlich in erster Linie verwirren und den Leser mit dem Gefühl des „Was sollte das?“ bzw. „Hä??“ hinterlassen. Auch dieser Effekt wird aber durch die Demaskierung in dieser Selbstreferenz getrübt, da die Frage ja bereits beantwortet wurde. Auch in diesem Artikel finden sich also zahlreiche Mauern auf der Verständnisebene sowie eine übergeordneter sprichwörtliche Wand aus Text. Insgesamt kommen die Wörter „Wall“, „Wand“ und „Mauer“ sowie deren Pluralformen 138 mal in diesem Text vor.
    • THE WALL-E – Pixar Studios, Andrew Stanton
      In diesem Pixar-Animationsfilm wird die Geschichte des Roboters Wall-E erzählt, welcher Mauern aus Müll auf einer Menschenverlassenen Erde baut. Das tiefgängige Drama erzählt in beeindruckenden und oft bedrückenden Bildern, wie der Roboter durch die große Einsamkeit sich nach und nach auch innerlich von Mauern umgibt, wie um sich vor der Leere abzuschirmen. Nach dieser eindringlichen, depressiven Persönlichkeitsstudie im ersten Teil geht der Film mit dem Auftritt von Eve in eine Art Beziehungsdrama über, als der weibliche Roboter, liebestrunken und dementsprechen irrational, vergeblich versucht, Wall-Es Inneres zu erreichen und ihm neuen Lebensmut zu schenken. Durch ihre Gefühle blind, merkt sie dabei nicht, wie sehr ihr Versuch zum Scheitern verurteilt ist und richtet sich so nach und nach selber zu Grunde. Anfangs noch lebensfroh, aufgeweckt und energiegeladen wird Eve mit jedem scheinbaren Zeichen von Besserung, welches sich als Fehldeutung herausstellt, ein Stück weit verzweifelter und aggressiver. Als auch die Agression nicht zu Wall-E durchdringt, verfällt Eve schließlich in Lethargie, bis sie bemerkt, das sie selber schon so wird wie Wall-E. In einer grandios idiotischen Konsequenz aus dieser Erkenntnis entleib sie sich schließlich vor der dystopischen Kulisse einer verlassenen und vermüllten Erde. Wall-Es Mauer jedoch ist schon zu stark, um sich selbst durch dieses extreme Verhalten noch durchbrechen zu lassen, er räumt Eves Überreste weg und türmt sie zu einem weiteren Wall auf, der schließlich den Zuschauern die furchtbare Gewissheit gibt: Es gab schon viele Eves vor ihr, alle ereilte das gleiche Schicksal. Von dem Aufgetürmten Eve-Wall kehrt Wall-E dann an exakt die selbe Stelle wie am Anfang des Filmes zurück und führt seine repetative Arbeit fort, wodurch sich, ähnlich wie auf einigen Pink Floyd Alben, ein Zyklus ergibt. Das Drama bekam überwältigende Kritiken und wird oft schon als „der wohl tiefgängigste Disney-Film aller Zeiten“ bezeichnet. Abgesehen von einer beeindruckenden Studie des Scheiterns an sich wird er als Anspielung und Kritik auf  einen Teil der Schöpfungsgeschichte verstanden: Adam lebt alleine in einem Spiegelverkehrten Garten Eden, als Gott ihm Eva als Gefährtin schickt. Deren Geschichte endet aber tragisch, weil ihr einziger Daseinszweck darin besteht, Adam Gesellschaft zu leisten, der dies aber nicht zulassen kann. Somit wird letzlich Kritik am biblischen wie auch konservativen Frauenbild  sowie an einem Gott geübt, der ohne Rücksicht auf seine Schöpfung seinen Plan durchziehen möchte, indem er immer neue Evas schickt, auch wenn sie sich schon zu Haufen türmen.
    • THE Facebook WALL –Mark Zuckerberg
      Wie wohl kaum eine andere symbolisiert diese Webseite die große Einsamkeit unserer hinter Fassaden verborgenden Gesellschaft. Zynisch bezeichnet Zuckerberg sein Werk der Konzeptkunst als „soziales Netzwerk“. Über 500 Millionen Menschen schlossen sich seinem Projekt bereits an und erstellten eine Benutzerseite, die den Menschen auf ein Photo, seine bzw. ihre Vorlieben für Filme, Musik, Literatur etc., Hobbies und vor allem aber Freunde bzw. Freundinnen reduziert. In Hommage an sein großes Vorbild Pink Floyd nannte Zuckerberg den großen leeren Platz, der von diesen kalten Informationen eingerahmt wird, „Wall“. Die „Freunde“ eines Mitglieds dieses Künstlerkollektivs können nun nichtssagende Nachrichten an diese Wand, diese Fassade schreiben, die Person dahinter wird nie erreicht. Als bedrückendes Monument einer Kultur, die auf Selbstdarstellung und Lügen basiert und in welcher kaum einer wagt, persönliches öffentlich zu zeigen, ist „The Facebook Wall“ sicher eines der größten Kunstwerke unserer Zeit, welches das zeitlose Motiv von „The Wall“ aufgreift.
    • Pink Floyd – THE WALL – Alan Parker, Roger Waters
      In dieser Eindrucksvollen Verfilmung des Pink Floyd Albums „The Wall“ zeigt Alan Parker sein ganzes Können. Eindrucksvoll verschmelzen Musik und Bilder zu einem Gesamtkunstwerk, welches die Geschichte um Pink auf eigene Weise erzählt. Oft gerät der Film dabei, u.a. durch Einsatz von Animationen, in surrealisische Gewässer, was wohl jeden Pink Floyd Fan freut. Allerdings fehlt dem Film am Ende der Abschluss durch das Stück „Outside the Wall“, da nach der Gerichtsverhandlung musikalisch geendet wird. Insbesondere der letztlich optimistische Gesamteindruck des Albums weicht dadurch im Film einem eher bedrückendem Gefühl, da der Neuanfang lediglich bildlich angedeutet, aber nicht unbedingt auf Pink bezogen wird. Insgesamt stellt der Film „Pink Floyd – The Wall“ also eine exzellente Ergänzung zum Album „The Wall“ von Pink Floyd dar.
    • THE Catcher in the WALL – J. D. Salinger
      Dieser Roman gilt als eines der bedeutensten Werke der amerikanischen Nachkriegsliteratur. Die Geschichte des Holden Caulfield, der versucht, die Mauern der Verlogenheit der Gesellschaft um sich zu überwinden und dabei eine Collage der Gesellschaft ebenso wie der inneren Vorgänge in einem „rebellischen Teenager“ zeichnet, hat viel Aufsehen erregt. Der Beschützerinstinkt Holdens spielt dabei eine wichtige Rolle, was den großen Konflikt zwischen Freiheit und Sicherheit paraphrasiert: Auf der einen Seite möchte er Mauern überwinden, auf der anderen welche bauen, und sei es nur, damit keine kleinen Kinder von einer Klippe im Roggenfeld fallen.
    • THE WALLizard of OZ – Lyman Frank Baum
      Als eines der bekanntesten Märchen im amerikanischen Kulturkreis greift dieses Werk das Motiv der inneren Mauer schon 73 Jahre vor erscheinen seines Vorbilds, dem Album „The Wall“ von Pink Floyd, auf. Die kleine Dorothy lebt ein langweiliges, graues Leben, umgeben von Mauern der Einsamkeit und Langeweile, denn es passiert einfach nichts in Kansas. Nur ihr Hund schafft es noch, sie emotional zu erreichen. Mit der Zeit zieht sich Dorothy dennoch immer mehr in sich selbst zurück, bis sie sich in dem Wunschtraum verliert, ein Tornado würde sie über alle Mauern fort in die Freiheit des sagenhaften Landes Oz tragen. In ihrer kindlichen Wahnvorstellung hält Dorothy all dies schließlich für echt. Doch auch der Traum wartet mit inneren Wällen auf, wohin man sieht: Jede Figur, der Dorothy begegnet, wird von den eigenen, scheinbaren Unzulänglichkeiten eingesperrt. Nur der große Zauberer in der Mitte des Landes (also am weitesten von dessen Außenwällen entfernt) ist fähig, den Figuren zu helfen, ihre inneren Mauern zu überwinden. All dies erreicht er jedoch nur durch Betrug, er baut also wieder eine Mauer aus Lügen auf. Als Dorothy dies klar wird, verlässt sie der Wahn, und sie begreift die harte Realität: Mauern gibt es überall, sogar in unseren Träumen. Unfähig, mit dieser Erkenntnis zu leben, reißt Dorothy die Wirbelsäule aus ihrem kleinen Hund heraus und stranguliert sich damit. Ihre Überreste werden schnell vom grauen Staub Kansas‘ eingehüllt und bald schon schwindet die letzte Erinnerung an diesen unbedeutenden Menschen.
    • THE WALL (Wikipedia Artikel[de]) -div. Autoren, z.T. anonym
      Anders als der englische Artikel kommt der deutsche ohne Auszeichnung. Dies ist jedoch absolut gerechtfertigt, denn die Qualität und insbesondere der Umfang der deutschen Version kommt bei weitem nicht an die Englische heran. Lediglich als kurzer Überblick kann der Artikel dienen, erfüllt aber grundlegende Ansprüche an Wikipedia-Artikel durchaus.
    • Inception THE WALL – Christopher Nolan
      Ein, für Hollywoodverhältnisse, durchaus innovativer Film über Menschen, die in ihren geschachtelten Träumen ganze Städte aus Mauern errichten. Beeindruckende Bilder von Mauern, auf denen sogar Menschen laufen können oder die plötzlich verschwinden, tragen diese Story, die davon handelt, wie ein paar Berufsträumer die inneren Mauern eines reichen Geschäftsmannes überwinden müssen, um seine Beziehung zu retten. Dazu gehen sie in seine Träume.
    • THE Holy WALL Bible – Gott
      Das wohl berühmteste Buch aller Zeiten stellt sich als übernatürliche Wahrheit über die Beschaffenheit aller Mauern dieser Welt, innerer wie äußerer, dar. Bei näherer Betrachtung handelt es sich jedoch nur um eine hübsche Sammlung teils Zeitloser, teils aber auch völlig unzeitgemäßer Geschichten. Dabei verliert sich das Werk oftmals in Widersprüchen, gerade der konservative, oft brutale, rassistische erste Teil hebt sich erheblich von dem moderaterem, Liebe predigenden zweiten Teil ab, der dafür einen ungesunden Personenkult und Machtkonzentration propagiert. Lediglich die wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen, es gebe ein übernatürliches Wesen, ein Leben nach dem Tod und ultimative Gerechtigkeit ziehen sich durch das gesamte Werk und dienen als Zuckerbrot und Peitsche zugleich, um den Leser (da die Bibel aus einer stark sexistischen Gesellschaft stammt und dies häufig reflektiert und zum Teil auch betoniert, verzichte ich hier bewusst auf die weibliche Form, vertraue aber Lesern dieses Blogs nicht genügend, um anzunehmen, das dieses ohne eine solche Erläuterung überhaubt bemerkt und als Kritik verstanden wird, oder ist es euch beim Harry Potter Artikel aufgefallen? Naja, viel Spaß, den Anfang des Satzes noch mal zu lesen.) gefügig zu machen und in ein Korsett ethischer Verhaltensweisen zu zwängen. Letztere sind zum Teil zwar durchaus sinnvoll („Du sollst nicht Töten“), sollen aber nicht wegen ihres Nutzen für die Gesellschaft, sondern aufgrund der sonst zu erwartenden Strafe bzw. im Falle des Befolgens Belohnung befolgt werden. Dieses Buch hat über die Jahre unsagbar viel Leid verursacht, aber auch vielen Menschen Trost gespendet. Durch die exhorbitante Tragweite ihrer Botschaft lässt sich „The Holy Wall Bible“ nicht einmal annähernd im Rahmen dieses kurzen Artikels angemessen behandeln, doch es wurde auch bereits viel Literatur zu diesem Thema produziert, auf welche ich die geneigten und interessierten Leser bzw. Leserinnen an dieser Stelle verweisen möchte.
    • Mein THE WALL Kampf – Adolf Hitler
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Anmerkungen: Dieser Artikel ließe sich mit allem durchziehen, nicht nur mit „The Wall“. Er kann beliebig erweitert werden. Ich hatte noch viele Ideen, aber keine Lust mehr. Aufgrund der Größe des Textes lassen sich wohl einige Rechtschreibfehler nicht vermeiden, für Hinweise in den Kommentaren bin ich dankbar. Abartige Satzkonstruktionen sind Absicht. Ich habe Wall-E nie gesehen aber über die meisten anderen Themen mindestens dilletantische Kenntnisse. Was Wall-E betrifft, hinkt diese Paradies-Allegorie natürlich stark, aber bei der Zusammenfassung in Wikipedia viel mir ein extremer Bezug des Originals auf die Schöpfungsgeschichte auf. Alle „The Simpsons‘ Wall“ Fakten bis auf den Titel sind korrekt. Während ich diesen Artikel schrieb, hörte ich drei oder vier Mal „The Wall“ etwa fünf weitere Pink Floyd Alben. Übertrieben plumpe oder elaborierte Formulierungen sind gewollt und entspringen weder mangelnder Kreativität(Plump) noch Arroganz bzw. Geltungssucht(elaboriert). Das Lied „I Left THE WALLet in El Segundo“ kenne ich aus dem Film „THE WALLadykillers“ mit THEom HWALLnks, wo es keinerlei Rolle spielt und nur beiläufig erwähnt wird. Die letztgenannten Dinge haben keinen Artikel hier, damit ich in diesem Anmerkungen darauf hinweisen kann, ohne den „Witz“ vorwegzunehmen. Der „Witz“ ist, dass ich einfach die Worte „THE WALL“ in den eigentlichen Filmtitel und den eigentlichen Schauspielernamen eingefügt habe, wobei sie mit den anderen Worten teilweise verschmelzen. Das ist deswegen lustig, weil ich bereits den ganzen Artikel nach diesem Schema vorgegangen bin, man aber in solchen Anmerkungen wohl kaum noch damit rechnet. Somit wird eine Erwartungshaltung gebrochen, was einen humoristischen Effekt erzeugt.
Versteht ihr? Weil es eigentlich ja „Ladykillers“ und „Tom Hanks“ heißt! Und ich hab nun einfach „THE WALLadykillers“ und „THEom HWALLnks“ drauß gemacht! HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAA! Also, normalerweise hätte man an dieser Stelle ja gar nicht mehr damit gerechnet! Nicht einmal ich dachte, noch so viel Text hier in die Anmerkungen zu knallen! Aber das ist ja gerade das komische, dieses unerwartete! „Als Witz bezeichnet man einen kurzen Text (Erzählung, Wortwechsel, Frage mit Antwort oder Ähnliches), der einen Sachverhalt so mitteilt, dass nach der ersten Darstellung unerwartet eine ganz andere Auffassung zutage tritt. Der plötzliche Positionswechsel (die Pointe) vermittelt die Einsicht, dass das Urteil über den Sachverhalt nicht zwingend einer einzigen Auffassung unterworfen ist. Die Öffnung zu anderen Auffassungen wird als befreiend empfunden. Die zunächst aufgebaute Beklemmung wegen eines vermeintlichen Problems löst sich in befreiendes Lachen auf. Das Gelächter der Zuhörer zeigt an, dass sie den Positionswechsel erkannt und mitvollzogen haben.“ So drückt es Wikipedia hier aus. Meine Verwendung von „THE WALLadykillers“ und „THEom HWALLnks“ anstatt von „Ladykillers“ und „Tom Hanks“ trifft also nicht die eigentliche Bedeutung eines Witzes. Aber Trotzdem hab ich euch nun vielleicht gezwungen, eine riesigen Textwust in dieser Winzschrift für Anmerkungen lesen zu lassen! Und ist das nicht der eigentliche Witz, auf eure Kosten? Die Antwort lautet „nein“. Denn auch dies Entspricht nicht der Definition von Witz. Vielmehr von trolling, wobei dies kaum allgemeingültig definiert ist und eher der persönlichen Auffassung unterliegt. Aber ich denke dieses hier trifft es ganz gut. War aber ursprünglich gar nicht mein Ziel, ich wollte wirklich nur einige Anmerkungen schreiben und erklären, warum ich diesen obskuren Hip-Hop-Track kenne. Ehrlich. Wegen des getrolles fühle ich mich schon fast schlecht, obwohl es doch als harmloser „Witz“ begann. Das führt mich nun wieder auf die Frage, wie man so etwas eigentlich bezeichnet. Ich meine einfach dieses Ersetzen von „Ladykillers“ und „Tom Hanks“ durch „THE WALLadykillers“ und „THEom HWALLnks“, ohne das ganze Geplänkel hinterher. Post your answer in the comments below.
Changelog: Pink Floyd – THE WALL editiert (siehe durchgestrichenen Part), mit Dank an THEdedemWALL für seinen Hinweis, dass „Outside The Wall“ im Abspann läuft.
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4 Antworten zu The Wall

  1. bluttrinker schreibt:

    First! Zudem: WTF???
    Schließlich: Ganz schön armselig, unter den eigenen Artikel „First“ zu posten, vor allem wenn der Blog so unbekannt ist, dass der Firstpost keine Herausforderung darstellt.

  2. thededem schreibt:

    Hiermit schlage ich vor diesen Artikel in die nichtexistente Liste der lesenswerten Artikel aufzunehmen. Dennoch denke ich, werden in dem Artikel noch einige wichtige Fakten unterschlagen. Einige werde ich hier nun nennen, auch wenn es mir weniger darum geht, diesen Artikel weiter mit Inhalt zu füllen als vielmehr mich im Kielwasser seiner Grandeur zu sonnen; Unter anderem:

    WALL, THE – kluge, aber undurchdenkende Menschen
    Ein bauliches Konstrukt, zumeist aus Stein, kann jedoch auch aus fast allen anderen Substanzen mit genügend Festigkeit errichtet werden (Kamillentee z.B. hat sich als nicht geeignet erwiesen), das dazu dient ein physisches Objekt oder eine Person vor bestimmten Einflüssen abzuschirmen. Besonders beliebt sind Mauern (WALLS) bei Häusern jeglicher Art, da sie meist einen zuverlässigen Schutz gegen klimatische Phänomene (Wetter), Blicke neugieriger bis nervtötender Menschen (Nachbarn) und wilden Tieren (Löwen) bieten.
    Mauern (WALLS) wurden von klugen Menschen auf der Grundlage des Konzeptalbums THE WALL von Pink Floyd (vlg. auch: Pink Floyd – THE WALL (Film), THE WALL (Eulenzombie), THE WALL (Wikipedia Artikel[en])) entwickelt, nachdem sie intensiv bei einer Tasse Kamillentee darüber nachgedacht hatten, auf welche Weise die philosophischen Konzepte des Konzeptalbums physischen Ausdruck finden könnten. Das zunächst unter Kunst deklarierte Projekt entwickelte sich schnell zum Selbstläufer, als die Menschen herausfanden, dass sie sich unglaublich gerne einmauern und am liebsten in ihrer eigenen kleinen beschaulichen Welt (Eigenheim) leben, ohne lästiges Wetter (v.a. Regen) oder lästige Gedanken (z.B. Aufklärung).
    Dies lief natürlich der Intention des Konzeptalbums THE WALL von Pink Floyd (vlg. auch: Pink Floyd – THE WALL (Film), THE WALL (Eulenzombie), THE WALL (Wikipedia Artikel[en])) und damit auch der Intention der klugen Menschen, welche die Konzepte („tear down THE WALL“ aus The Trial von THE WALL von Pink Floyd (vlg. auch: Pink Floyd – THE WALL (Film), THE WALL (Eulenzombie), THE WALL (Wikipedia Artikel[en]))) hatten umsetzen wollen, diametral gegen den Strich und es stellt sich die Frage inwieweit jene klugen Menschen noch als klug gelten können, da sie nicht klug genug waren, die Auswirkungen ihres Handelns vorherzusehen, aber dennoch klug genug, um überhaupt das philosophische Konzept einer Mauer (WALL) in eine physische Form zu projizieren (Mauer (WALL)). Als Konsequenz ihres nicht durchdachten, aber dennoch als klug bezeichnen zu müssenden Handelns mauerten sie sich schließlich selbst ein in Selbstverachtung, Schwermut und Stahlbeton und darbten dahin bis zum Ende ihres Lebens, sich nur von den Algen ernährend, die im schwachen Schein einer Glühlampe auf dem kalten Gemäuer (Mauer (WALL)) trübselig gediehen.
    Heutzutage werden die negativen Effekte von Mauern (WALLS) meist hinter Mauern (WALLS) aus Ignoranz und leichter Unterhaltung verborgen, um gemütlich im Schatten der eigenen Mauern (WALLS) ein Mittagsschläfchen halten zu können.

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