Gedicht zum Sonntag

Zweifel am Abgrund

Er stand auf morschem Grund, vor ihm die Tiefe
Woraus die scheußlich kalte Hand der Gischt
Bemüht nach seinen Knöcheln fischt
Zu holen, was nach ihr schon lange riefe

Das Leben liegt in seinen wägend Händen
Ein Zweifel hält ihn vor dem letzten Schritt
Das Aug gereichtet auf der Wellen Ritt
Ach, gibt es Aussicht denn etwas zu wenden?

Ein Blick zurück, dies ist des Weges End
Ein niemand hier, der ihm noch Gründe nennt
So spricht er leis: Heut mach ich reinen Tisch!

Und ließ das Leben aus den Händen gleiten
Auf das die Fluten es ins Dunkel leiten
Er dreht sich um, spricht: Niemals wieder Fisch!

Zwei Eindrücke zum Tag:

Occupy Saarbrücken macht Werbung vor der Mensa:

Damals waren es die Juden.
Dann waren es dort die Schwarzen, hier die Studenten.
Heute sind es die Muslime und Banker.
Morgen werden es vielleicht die BWLer sein.

 

Ein Aushang im Wohnheim D:

Saarbrücken, Wohnheim D: Heute wurde von einem anonymen Aushangersteller des Wohnheimes beschlossen, dass Monatsangaben fortan dreistellig sind. Auf unsere Nachfrage, warum es auf dem Aushang „24.011.2011“ statt „24.11.2011“ hieß, antwortete die vermummte Person: „In der heutigen Zeit kann man gar nicht vorsichtig genug sein. Erinnern sie sich nur an die Probleme mit der zweistelligen Jahreszahl zum Millenium. Was ist, wenn nun auf ein Mal 88 neue Monate eingeführt werden? Kommen sie dann bloß nicht mit ihrem Schmierblatt zu mir und fragen nach dem Patent auf die dreistellige Monatsangabe! Sie haben offenbar auch nichts besseres zu tun, als über solche Lappalien zu berichten.“

Weitere Nachfragen, warum denn dieses neue System getarnt als Warnung vor Wasserausfall gleich in jedem Flur zwei mal propagiert würde und ob er denn ein Linksextremer sei, einfach so den Zahlencode 88 (HH für Hansestadt Hamburg, bekanntlich eine Hochburg des autonomen Gesocks) in seine Antwort einzuflechten, blieben unbeantwortet.

 

Workshop: How to Eat a Tie

Dir, Pöbel des Internets –

sei gegeben: Sicheres und souveränes Auftreten bei der Verspeisung der eigenen Krawatte!

Wer kennt die Situation nicht, der Geschäftspartner, der Chef, Gott hat zum Essen geladen und nun sitzt man da vor seiner eigenen Krawatte und weiß nicht, wie man angemessen den eigenen Schlips isst, alle Regeln der Höflichkeit wahrend.

Das muss nicht sein!

Erfahren Sie in diesem essentiellen Workshop die wichtigsten Regeln, die es zu beachten gilt, wenn Sie in Gesellschaft Ihren Schlips essen:

  • Darf ich bequem, einhändig zur Sache gehen und eine Schere benutzen oder muss ich umständlich mit beiden Händen Messer und Gabel verwenden?
  • Wie verhindere ich es, zur Selbststrangulation zu kommen und wie reagiere ich, wenn es doch passiert?
  • Wie reagiere ich, wenn ich bemerke, dass ein anderer Teilnehmer des Mahls zur Selbststrangulation kommt?
  • Welcher Wein passt zu welcher Krawatte?
  • Sollte ich als Gast oder Gastgeber anderen von meiner Krawatte anbieten?
  • Was tue ich als Frau, in deren Eigenschaft ich nunmal keinen Schlips besitze? Muss ich vom Schlips eines anderen Essen?
  • Was ist mit einer Fliege?

Lernen Sie die hohe Kunst des Krawattenverzehrs unter Wahrung einer makellosen Selbstdarstellung.

Der Workshop behandelt das Thema auf sowohl theoretische wie auch praktische Art. Daher ist es erforderlich, dass Sie Ihre Krawatte selbst mitbringen.

Anmeldung unter diesem toten Link.

Eulenfestmahl, das:

Das Eulenfestmahl besteht hauptsächlich aus Menschenhirnen, nicht weil das Gehirn eines Menschen so schmackhaft ist, sondern viel mehr weil sein Halter ein überaus behäbiges(vor allem im Zustand von übermässigen Konsum von alkoholhaltigen Getränken) und dazu noch ein sehr faules Opfertier ist(vor allem dann, wenn es vor Arbeit beinahe ersticken müsse).
Und da die Faulheit der gemeinen Eule die des gemeinen Menschen bei weitem überragt, will diese sich natürlich nicht im Geringsten die Mühe machen an etwas nahrhaftes zu kommen.
Deswegen muss die gemeine Eule ca. 32,756 Menschenhirne am Tag verspeisen um ihren Tagesbedarf zu decken(nicht wie einige Sektenangehörige behaupten 33,129).
Die schlechte Qualität kommt zumeist daher, dass ausgewachsene Exemplare der Sorte Homo Sapiens meist nur gelegentlich Sport treiben, wenn überhaupt.
Die jüngeren Exemplare dagegen Zeigen noch ihren ursprünglichen Trieb, der gekennzeichnet ist von der Bewegung an der frischen Luft. Diesen Trieb wollen die Anführer der Menschheit gänzlich eliminieren(vor allem durch die entstehende Ablenkung durch Inhalte moderner Medien), damit der Mensch aufgrund der daraus resultierenden toxischen Konsistenzen in einigen der unbeanspruchten Hirnarealen den Eulen gefährlich werden könnte, und sich diese andere Beuteobjekte aussuchen würden.
Dabei haben die menschlichen Anführer der Menschen die Faulheit der Eulen unterschätzt, welche die giftigen Hirnareale einfach im menschlichen Körper zurückließen, was sich hinterher als überaus effektiv  herausgestellt hatte und einen massiven Nachteil für die Menschheit mitbrachte.
Denn die nachfolgenden Opfer waren keinen einfachen Hirntote mehr, da diese noch die toxischen Überreste ihrer verspeisten Gehirnen besassen, sondern mutierten zu etwas Unsagbaren, worüber schon in den alten Schriften der verschollen Bibliothek von Alexandria Warnungen niedergeschrieben wurden…                                …nämlich den „eulenzombie„.

Aus veraltetem Anlass: Nichtwähler und schamloses „Copy ’n Paste“

Danksagung an unsere Wähler

Wir, die Partei Deutscher Nichtwähler (PDN) wollen uns für den überragenden Erfolg unserer Hochschulgruppe bei den vergangenen StuPa-Wahlen bedanken. Wieder konnten wir mit Abstand die stärkste Kraft werden und blicken so auf eine breite Basis von Wahlberechtigten, welche bewusst nicht wählten, um uns zu unterstützen. Das überragende Ergebnis von 84,69% aller Stimmen überraschte selbst die Optimisten unserer Partei, obwohl wir ja schon von vergangenen Wahlen erfolgsverwöhnt sind.

Solch ein Sieg wäre natürlich nicht möglich gewesen ohne den fairen Wahlkampf der gegnerischen Gruppen, die uns auch dieses Jahr freundlicherweise indirekt unterstützen. Abgesehen von der rhetorischen Frage:„Ich werde wählen, du auch?“ (Die Antwort darauf kennen wir wohl alle) und einer konsequenten Nichtwähler-Nerv-Taktik vor der Mensa („Hast du schon gewählt?“) spielten uns die Gegner durch ihre Gleichförmigkeit bei gegenseitiger Ablehnung in die Hände.

Natürlich ist der starke Rückhalt auf dem Campus ein klarer Nichtwählerauftrag, den wir verantwortungsvoll übernehmen werden. Als Partei der schweigenden Mehrheit sprechen wir uns klar gegen alle von den Wählerparteien geforderten Positionen aus, getreu unseren Wahlspruch „keine Antwort ist auch eine Antwort“. So werden wir uns wieder mit aller zur Verfügung stehenden Macht für eine Wiedereinführung der Studiengebühren, mehrere kompliziertere Vorlesungsverwaltungssysteme auf Basis von Windows Vista, mehr Diskriminierung und Überwachung auf dem Campus, Erhöhung der Mensapreise, Erhaltung des Wohnheim D in seinem jetzigen Zustand, strenge Restriktionen beim Master, eine Abschaffung des Semestertickets und schließlich eine massive Erhöhung der Vergütung für StuPa-Abgeordnete einsetzen.

So bleibt uns am Ende nur, uns noch ein Mal herzlichst bei allen Unterstützern zu bedanken, und auch wenn Nichtwähler beizeiten diskriminiert werden, lasst euch sagen: Auch eure Stimme macht einen Unterschied!

Danksagung an unsere Wähler

Wir, die Partei Deutscher Nichtwähler (PDN) wollen uns für den überragenden Erfolg unseres Bürgermeisterkandidaten bei der vergangenen Bürgermeisterwahl in Saarbrücken bedanken. Wieder konnten wir mit Abstand die stärkste Kraft werden und blicken so auf eine breite Basis von Wahlberechtigten, welche bewusst nicht wählten, um uns zu unterstützen. Das überragende Ergebnis von 64,92% aller Stimmen überraschte selbst die Optimisten unserer Partei, obwohl wir ja schon von vergangenen Wahlen erfolgsverwöhnt sind. Solch ein Sieg wäre natürlich nicht möglich gewesen ohne den fairen Wahlkampf der gegnerischen Parteien, die uns auch dieses Jahr freundlicherweise indirekt unterstützen. Ein wahrhaft beispielhafter deutscher Wahlkampf, der erfreulicherweise nahezu Inhaltsfrei blieb, trieb selbst hartnäckige Nicht-Nichtwähler in unsere Arme.

Natürlich ist der starke Rückhalt in der Stadt ein klarer Nichtwählerauftrag, den wir verantwortungsvoll übernehmen werden. Als Partei der schweigenden Mehrheit sprechen wir uns klar gegen alle von den Wählerparteien geforderten Positionen aus, getreu unseren Wahlspruch „keine Antwort ist auch eine Antwort“. So werden wir uns wieder mit aller zur Verfügung stehenden Macht für Wut und Hiebe für unsere Stadt und ihre Menschen, Rezession und Faulheit (Arbeit ist Scheiße), die Abwesenheit von Peter Strobel, für den Tunnel und teure Kitas und schließlich gegen soziale Gerechtigkeit (nur für Volksdeutsche) einsetzen. Zudem möchten wir stolz verkünden: Wir finden SB zum Kotzen und sind auch nicht hier zu Hause!

So bleibt uns am Ende nur, uns noch ein Mal herzlichst bei allen Unterstützern zu bedanken, und auch wenn Nichtwähler beizeiten diskriminiert werden, lasst euch sagen: Auch eure Stimme macht einen Unterschied!

P.s.: Für Realsatire betreffend den zweiten Abschnitt siehe hier.

Der Aufstieg des Imperiums

Mit dem Tod des Anführers der alten Republik (Steve Jobs) scheint numehr der Weg für das Microsoft-Imperium offen. Nur die tapferen Google-Rebellen stemmen sich noch der vollständigen Diktatur entgegen, doch kann man ihnen noch vertrauen? Wir sind gespannt, ob die Android-X-Wings Schwachstellen in den undurchdringlich scheinenden Todesbetriebsystemen finden können, und welche Rolle die niedlichen Open-Source Ewoks noch spielen werden.